Neptun Deep nähert sich der ersten Gasförderung, die für das erste Halbjahr 2027 erwartet wird

28. Sept. 2026

3 Min

  • Das Produktionsplateau wird voraussichtlich bis Ende Q3 2027 erreicht
  • Die jährliche Plateaufördermenge wird auf rund 8 Mrd m3 geschätzt (100%)
  • Die Entwicklungsausgaben liegen im Rahmen des Budgets bei rund EUR 4 Mrd (100%)

OMV Petrom und SNGN ROMGAZ SA, die gemeinsamen Rechteinhaber des Neptun-Deep-Blocks, erwarten, dass die erste Gasproduktion in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in das nationale Fernleitungsnetz (NTS) eingespeist wird. Nach der erfolgreichen Offshore-Installation der Flachwasser-Förderplattform „Neptun Alpha“ und den jüngsten Fortschritten verläuft das Projekt weiterhin planmäßig, wobei sich der Zeitplan für die Meilensteine weiter eingrenzt. Sobald das erste Gas den Einspeisepunkt ins NTS erreicht, wird das Projekt in eine Phase des schrittweisen Hochfahrens und der Betriebsleistungstests übergehen. Das Produktionsplateau wird voraussichtlich bis Ende Q3 2027 erreicht.

Christina Verchere, CEO von OMV Petrom: „Die Eingrenzung des Zeitfensters für die erste Gasförderung ist ein wichtiger Meilenstein für Neptun Deep und bringt uns der Produktion einen Schritt näher. Das Projekt wird eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Energiesicherheit Rumäniens und der Positionierung des Landes als führender Gasproduzent in der Europäischen Union spielen. Auf dem Weg zur ersten Gasförderung liegt unser Fokus weiterhin auf einer sicheren, effizienten und zuverlässigen Umsetzung.“

Cristian Hubati, Mitglied des Vorstands von OMV Petrom, zuständig für Exploration und Produktion: „Wir treten nun in die letzte Phase der Umsetzung ein. Die Bohrarbeiten werden fortgesetzt, und wir nähern uns der Fertigstellung wichtiger Infrastruktureinrichtungen, darunter die Offshore-Pipeline und die Erdgasmessstation. Nach der Installation werden alle Systeme und Anlagen vor der Inbetriebnahme einer umfassenden Inspektion, Prüfung und Abnahme unterzogen. Sicherheit und Betriebsbereitschaft werden bei jedem Schritt im Vordergrund stehen, während wir uns darauf vorbereiten, die erste Gaslieferung aus einem der wichtigsten Gasprojekte in der Europäischen Union zu realisieren.“

Răzvan Popescu, CEO von S.N.GN. ROMGAZ S.A.: „Jeder erreichte Meilenstein bringt uns der ersten Gasförderung näher. Das Neptun-Deep-Projekt erzielt weiterhin nacheinander wichtige Fortschritte, die direkt zur Energiesicherheit Rumäniens bzw. der Europäischen Union beitragen werden. Wir halten an unserem unerschütterlichen Engagement fest, dieses strategische Projekt effizient, sicher und planbar umzusetzen.“

Aristotel Jude, stellvertretender CEO von S.N.GN. ROMGAZ S.A.: „Das Neptun-Deep-Projekt befindet sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, wodurch wir der ersten Gasförderung immer näherkommen. Nach dem erfolgreichen Abschluss wichtiger Meilensteine bei der Umsetzung werden sich die kommenden Aktivitäten darauf konzentrieren, einen planbaren Übergang in die Produktionsphase sicherzustellen.“

Im Laufe des Jahres 2026 hat das Neptun-Deep-Projekt bedeutende Fortschritte erzielt, darunter die Installation der Förderplattform „Neptun Alpha“ und der Offshore-Pipeline sowie die Fertigstellung von sieben der zehn Erschließungsbohrungen.

 In der kommenden Phase wird sich das Projekt auf die Fertigstellung der verbleibenden Erschließungsbohrungen, die Installation und Integration der Unterwasserinfrastruktur, den Anschluss der Offshore-Anlagen an die Transportpipeline sowie die Durchführung eines umfassenden Testprogramms konzentrieren.

 Das Neptun-Deep-Projekt (100%) verfügt über geschätzte förderbare Reserven von rund 100 Mrd m3 (ca. 700 Mio boe) und wird voraussichtlich ein Produktionsplateau von 140 kboe/d erreichen und dieses fast 10 Jahre lang aufrechterhalten. Im Juni 2023 wurde die endgültige Investitionsentscheidung getroffen, das Projekt mit Entwicklungskosten in Höhe von EUR 4 Mrd zu realisieren, wobei die erste Gasförderung für 2027 vorgesehen ist. Es wird erwartet, dass der CO₂-Fußabdruck von Neptun Deep deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegen wird und bei Erreichen der Förderplateau-Phase etwa 2,2 kg CO₂/boe betragen wird.

OMV Petrom und Romgaz halten jeweils einen Anteil von 50% am Neptun-Deep-Projekt. OMV Petrom ist der Betreiber und Romgaz (über Romgaz Black Sea Limited) der Nicht-Betreiber. Die Vermarktung des Gases erfolgt separat durch jeden Rechteinhaber.

Über OMV

Es ist unser Unternehmenszweck, die Grundlagen des täglichen Lebens neu zu erfinden. OMV ist ein integriertes Energie-, Kraftstoff- und Chemieunternehmen mit Hauptsitz in Wien, Österreich. Durch die Geschäftsbereiche liefert OMV Produkte und Lösungen, die das tägliche Leben und industrielle Wertschöpfungsketten unterstützen. OMV verfolgt das Ziel, bis 2050 ein klimaneutrales Unternehmen mit Netto-Null Emissionen zu werden. Weitere Informationen finden sich im Übergangsplan für den Klimaschutz.

Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von EUR 24 Milliarden und beschäftigte weltweit rund 22.300 Mitarbeiter:innen. Zu den wichtigsten strategischen Beteiligungen von OMV gehören ein Anteil von 51,2 % an OMV Petrom sowie ein Anteil von 50 % an Borouge International. OMV Aktien werden an der Wiener Börse (OMV) sowie in den USA an der OTCQX (OMVKY, OMVJF) gehandelt.

Über OMV Petrom

OMV Petrom ist das größte integrierte Energieunternehmen in Südosteuropa mit einer jährlichen Kohlenwasserstoffproduktion des Konzerns von rund 38 Millionen boe im Jahr 2025. Der Konzern verfügt über eine Raffineriekapazität von 4,5 Millionen Tonnen pro Jahr und betreibt ein hocheffizientes 860-MW-Gaskraftwerk. Zudem ist der Konzern auf dem Einzelhandelsmarkt für Erdölprodukte in Rumänien und den Nachbarländern mit rund 780 Tankstellen unter zwei Marken – OMV und Petrom – vertreten. 

OMV Petrom ist an der Bukarester Börse notiert und weist einen Streubesitz von 28,1% auf. Ende 2025 hielten rumänische Anteilseigner etwa 45% der Aktien (davon entfielen 20,7% auf den rumänischen Staat und 24,4% auf Pensionsfonds in Rumänien sowie weitere natürliche und juristische Personen aus Rumänien). Die OMV Aktiengesellschaft hielt einen Anteil von 51,2% an OMV Petrom, die verbleibenden 3,7% befanden sich im Besitz anderer ausländischer Investoren.

Mit rund EUR 48 Milliarden an Steuern und Dividenden, die zwischen 2005 und 2025 gezahlt wurden, ist OMV Petrom einer der größten Beitragszahler zum rumänischen Staatshaushalt. Im gleichen Zeitraum investierte das Unternehmen über EUR 21 Milliarden und stellte rund EUR 210 Millionen für die Entwicklung von Gemeinden in Rumänien bereit – mit dem Fokus auf Umweltschutz, Bildung, Gesundheit und lokale Entwicklung.

Über ROMGAZ 

S.N.G.N. ROMGAZ S.A. ist der größte Erdgasproduzent und wichtigste Gasversorger in Rumänien. Das Unternehmen ist an der Bukarester Börse notiert. Mehrheitsaktionär ist der rumänische Staat mit einem Anteil von 70%. Mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte, die 1909 begann, verfügt das Unternehmen über umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der Exploration und Förderung von Erdgas. ROMGAZ führt geologische Untersuchungen zur Lokalisierung neuer Gasreserven durch, fördert Methan aus den Lagerstätten, die zum Portfolio des Unternehmens gehören, und lagert Erdgas in unterirdischen Speichern. Zudem beschäftigt sich ROMGAZ mit Bohrlochinterventionen, Workovers und Spezialoperationen und erbringt professionelle transport-technische Leistungen. Im Jahr 2013 erweiterte ROMGAZ seinen Tätigkeitsbereich durch die Übernahme des Wärmekraftwerks in Lernut und wurde damit auch zum Stromerzeuger und -versorger. Am 1. August 2022 wurde ROMGAZ nach Abschluss der Verkaufstransaktion und Übertragung aller ausgegebenen Aktien der ExxonMobil Exploration and Production Romania Limited (100% des Aktienkapitals) alleiniger Anteilseigner der ROMGAZ BLACK SEA LIMITED (zuvor ExxonMobil Exploration and Production Romania Limited), die 50% der erworbenen Rechte und Pflichten im Rahmen des Erdölkonzessionsvertrags für die Tiefwasserzone des Offshore-Blocks XIX Neptun im Schwarzen Meer hält. Im Jahr 2026 setzte ROMGAZ seine Entwicklungs- und Vertikalintegrationsstrategie fort und übernahm die Produktionsaktivitäten von AZOMUREȘ, einem der führenden Hersteller von Düngemitteln für den Agrarsektor in Rumänien.

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