Menschen und Menschenrechte

Wir betrachten Community-Development-Projekte als Teil unseres Stakeholder-Engagements und unserer Sozialinvestitionen. Diese Projekte werden auf Basis identifizierter Bedürfnisse in den Anrainergemeinden ausgewählt und sollen zur sozialen Entwicklung in den Gemeinden beitragen, in denen OMV tätig ist.
Sozialinvestitionen
Unsere Commmunity- und Sozialinvestitionen orientieren sich an ausgewählten Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen. Sie adressieren spezifische Bedürfnisse von Gemeinschaften, die im Rahmen von Sozialverträglichkeitsprüfungen (Social Impact Assessments, SIAs) identifiziert wurden, oder breitere gesellschaftliche Bedürfnisse, die mithilfe von Instrumenten wie dem Social Progress Index ermittelt werden.1 Wir arbeiten mit lokalen Stakeholder:innen und NGOs zusammen, um die soziale Wirkung unserer Investitionen zu unterstützen. Die wichtigsten Schwerpunkte sind:
- Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen
- Bildung, Unternehmertum und Beschäftigung
- Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft
Bei der Mittelvergabe priorisieren wir Länder nach ihrem sozioökonomischen Entwicklungsbedarf sowie Größe unseres geschäftlichen Fußabdrucks. Einige unserer Aktivitäten im Jahr 2025 waren:
- EUR 23,7 Mio. an Community- und Sozialinvestitionen2,
- 302 Community- und Sozialinvestitionen in 19 Ländern
- 1,2 Mio. erreichte Begünstigte und 1.084 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen
1Der Social Progress Index, entwickelt von Social Progress Imperative, misst die tatsächliche Lebensqualität, unabhängig von wirtschaftlichen Indikatoren in einzelnen Ländern. Weitere Informationen dazu: www.socialprogress.org
2Beinhaltet Geld- und Sachleistungen sowie Spenden; ohne Sport- und Kultursponsoring und damit verbundene Verwaltungskosten.
Menschenrechte
OMV achtet international anerkannte Menschenrechte und integriert menschenrechtsbezogene Maßnahmen in seine Tätigkeiten. OMV strebt an, als fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu handeln, und erkennt seine Verantwortung an, die Menschenrechte in den eigenen Geschäftsbereichen und entlang der Wertschöpfungskette zu achten.
OMV achtet die Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in international anerkannten Standards, einschließlich der Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), beschrieben sind. Als Unterzeichner des UN Global Compact seit 2003 bekennt sich OMV zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie zu den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Die menschenrechtliche Verantwortung von OMV umfasst Gleichstellung und Nichtdiskriminierung, angemessene existenzsichernde Löhne, Arbeitszeiten, Arbeitnehmer:innenvertretung, Sicherheit, medizinische Grundversorgung, Arbeitsrechte in der Lieferkette, Bildung, Armutsbekämpfung, Landrechte sowie die freie, vorherige und informierte Zustimmung.
Im Einklang mit dieser Verpflichtung unterstützt OMV die Ziele des britischen Modern Slavery Act 2015 und verpflichtet sich, seine Geschäftstätigkeit und Lieferkette ohne Zwangsarbeit, Sklaverei oder Menschenhandel zu betreiben:
Menschenrechts-Grundsatzerklärung
Die OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung beschreibt unseren Ansatz zur Achtung der Menschenrechte. Sie legt unsere spezifischen Verpflichtungen dar, darunter Arbeitnehmer:innenrechte, den Schutz gefährdeter Gruppen, Sicherheit und die Unterstützung eines gerechten Übergangs (Just Transition). Die Grundsatzerklärung wurde in Abstimmung mit internen Stakeholder:innen und externen Berater:innen entwickelt und vom OMV Vorstand formell genehmigt.
Due Diligence für Menschenrechte
Wir führen Menschenrechts-Risikoanalysen durch, um aktuelle und potenzielle zukünftige Menschenrechtsthemen zu identifizieren und zu bewerten, die unsere Geschäftstätigkeit betreffen könnten. Auf Basis der Ergebnisse legen wir spezifische Maßnahmen fest, um das Risiko einer direkten oder indirekten Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen zu reduzieren. Unser Due-Diligence-Prozess wird durch Beratung international anerkannter Expert:innen unterstützt.
Menschenrechts-Matrix
Der Umfang unserer menschenrechtlichen Verantwortung ist in unserer Menschenrechts-Matrix beschrieben, die die Grundlage für unsere menschenrechtsbezogenen Aktivitäten bildet. Sie umfasst unsere Verantwortung in den folgenden Bereichen:
- Gleichstellung und Nichtdiskriminierung
- Gesundheit und Sicherheit
- Arbeitsrechte
- Arbeitnehmer:innenvertretung
- Vermeidung von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel
- Bildung
- Eigentum, Landrechte und Lebensstandard
- Rechte lokaler Gemeinschaften und indigener Völker
- Privat- und Familienleben
Beschwerdemanagement
Im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte betrachtet OMV Beschwerdemechanismen als wichtigen Bestandteil des Ansatzes zur Achtung der Menschenrechte. Diese Beschwerdemechanismen unterstützen die Identifizierung, Dokumentation und Bearbeitung von Anliegen. Die UN-Leitprinzipien liefern zudem Impulse zur Verbesserung von Beschwerdeverfahren und tragen dazu bei, künftigen Problemen und möglichen negativen Auswirkungen vorzubeugen.
Community Relations und Entwicklung
OMV steht im Austausch mit den Gemeinden in den Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist. Als Teil seines Stakeholder-Engagements hat OMV an allen Betriebsstandorten Community-Grievance-Mechanismen eingerichtet.
Im Jahr 2025 erfasste OMV über diese Kanäle 604 Beschwerden (2024: 733). Alle Beschwerden wurden gemäß lokalisierten Community-Grievance-Management-(CGM-)Verfahren bearbeitet. Diese legen fest, wie Beschwerden entgegengenommen, dokumentiert, behandelt und abgeschlossen werden.
OMV arbeitet daran, seine CGM-Systeme an den Wirksamkeitskriterien der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte auszurichten. Dazu gehören Bewertungen von Managementprozessen sowie Konsultationen mit internen und externen Stakeholder:innen.
Die Bewertungen führen zu Empfehlungen und standortspezifischen Aktionsplänen zur Verbesserung der Beschwerdemanagement-Prozesse. Lokale Managementteams setzen diese Pläne um, während die Umsetzung von der Zentrale überwacht wird.