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OMV: 2 Milliarden-Euro-Veräußerungsprogramm auf gutem Weg – zweites Veräußerungspaket angekündigt

  • Bereits unterzeichnete Transaktionen führen 2021 zu einem Entschuldungseffekt von mehr als EUR 1 Mrd 
  • Das zweite Veräußerungspaket umfasst das Geschäft der OMV in Slowenien und das Stickstoffgeschäft von Borealis
  • Bekanntgabe eines dritten Veräußerungspakets im Laufe des Jahres

Die OMV, das internationale, integrierte Öl-, Gas- und Chemieunternehmen mit Hauptsitz in Wien, kündigte im März 2020 ein Veräußerungsprogramm von EUR 2 Mrd bis Ende 2021 an. Das Unternehmen machte 2020 große Fortschritte und konnte Vereinbarungen zu den drei Assets des ersten Divestmentpakets unterzeichnen: den Verkauf der 51% -Beteiligung an der Gaslogistiktochter Gas Connect Austria, den Verkauf des OMV Tankstellengeschäfts in Deutschland und den Verkauf des Upstream Geschäfts in Kasachstan. Der Abschluss aller drei Veräußerungen wird - vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen - für 2021 erwartet. Insgesamt wird das erste Paket zu einem erheblichen Entschuldungseffekt von mehr als EUR 1 Mrd führen.

Heute hat die OMV ein zweites Paket mit zwei Veräußerungen bekanntgegeben:

  • Der Verkauf des OMV Geschäfts in Slowenien, wo die OMV derzeit 120 Tankstellen unter den Marken OMV, Eurotruck, Avanti und Diskont betreibt. Mit seiner eingeschränkten Integration in die Downstream Öl Wertschöpfungskette, stellt die Veräußerung dieses Geschäfts einen weiteren Schritt in der Optimierung des OMV Portfolios dar.
  • Die OMV Tochtergesellschaft Borealis hat beschlossen einen Veräußerungsprozess ihres Stickstoff-Geschäfts einschließlich Düngemittel, technische Stickstoff- und Melaminprodukte zu starten. Die Anteile des Unternehmens an den Düngemittelproduktionsstätten in den Niederlanden und in Belgien („Rosier“) sind im möglichen Verkaufsprozess derzeit nicht berücksichtigt. Borealis wird sich weiterhin auf die Kernaktivitäten – Bereitstellung innovativer Lösungen auf dem Gebiet der Polyolefine und Grundchemikalien – fokussieren. Dies erweitert die Wertschöpfungskette der OMV in Richtung hochwertiger chemischer Produkte und unterstützt die Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft.

„Wir sind auf dem besten Weg, unser entscheidendes Veräußerungsprogramm umzusetzen. Mit diesem zweiten Divestmentpaket unternimmt die OMV einen weiteren großen Schritt zur Erfüllung unseres Versprechens einer schnellen Entschuldung“, sagte Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der OMV.

Das Unternehmen wird im Laufe des Jahres ein drittes Divestmentpaket bekanntgeben. Mit dem Veräußerungsprogramm beabsichtigt die OMV den Verschuldungsgrad ohne Leasingverbindlichkeiten auf rund 30% bis Ende 2021 zu senken.
 

Hintergrundinformation: 

OMV Aktiengesellschaft
Die OMV fördert und vermarktet Öl und Gas, sowie chemische Lösungskonzepte in verantwortlicher Weise und entwickelt innovative Lösungen für eine Kreislaufwirtschaft. Mit einem Konzernumsatz von EUR 17 Mrd und einem Mitarbeiterstand von rund 25.000 (inkl. Borealis) im Jahr 2020 ist die OMV eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Im Bereich Upstream verfügt die OMV über eine starke Basis in Mittel- und Osteuropa sowie ein ausgeglichenes internationales Portfolio mit Mittleren Osten & Afrika, der Nordsee, Russland und Asien-Pazifik als weitere Kernregionen. 2020 lag die durchschnittliche Tagesproduktion bei 463.000 boe/d. Im Bereich Downstream betreibt die OMV drei Raffinerien in Europa und hält eine Beteiligung von 15% an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading, mit einer jährlichen Kapazität von 24,9 Mio Tonnen. Das Unternehmen betreibt etwa 2.100 Tankstellen in zehn europäischen Ländern. Die OMV verfügt über Gasspeicher in Österreich sowie Deutschland. 2020 hat die OMV rund 164 TWh Erdgas verkauft. Im Chemiesektor ist die OMV über ihre Tochtergesellschaft Borealis einer der global führenden Anbieter fortschrittlicher und kreislauforientierter Polyolefinlösungen und europäischer Marktführer in den Bereichen Basischemikalien, Pflanzennährstoffe und mechanisches Recycling von Kunststoffen. Borealis ist in mehr als 120 Ländern aktiv. Im Jahr 2020 erwirtschaftete Borealis Umsatzerlöse von EUR 6,8 Milliarden. Gemeinsam mit zwei wichtigen Joint Ventures – Borouge (mit der Abu Dhabi National Oil Company, ADNOC, in den Vereinigten Arabischen Emiraten) und Baystar™ (mit Total, in den USA), liefert Borealis Produkte und Dienstleistungen für Kunden auf der ganzen Welt. Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der OMV Unternehmensstrategie. Die OMV unterstützt den Übergang zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft und hat messbare Ziele für die Reduzierung der CO2-Intensität und die Einführung neuer Energie- und petrochemischer Lösungen festgelegt.