Investition in eine grüne Zukunft:

Wir bauen die größte Elektrolyseanlage Österreichs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.
Die Anlage wird grünen Wasserstoff aus Wasser und erneuerbarer Energie, wie Wind- und Solarenergie, produzieren. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zur Klimaneutralität bis spätestens 2050 und trägt dazu bei, europäische Klimaschutzziele zu erreichen.
Eckdaten des Projektes
- Standort: Bruck an der Leitha, nahe dem Umspannwerk Sarasdorf
- Elektrolyseleistung: bis zu 140 MW
- Wasserstoffproduktion: bis zu 23.000 Tonnen pro Jahr
- Jährlicher Wasserbedarf: ≈ 320.000 m³ *
- CO₂-Einsparung: nach aktueller Planung ca. 150.000 Tonnen jährlich
- Inbetriebnahme: Inbetriebnahme: Q4 2027
* Rund die Hälfte des Wassers wird der Natur rückgeführt und kann zum Beispiel zur Bewässerung eingesetzt werden.
CO₂-Einsparungspotential für die Raffinerie Schwechat
Die Anlage befindet sich im Bau und soll im vierten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden. Der erzeugte grüne Wasserstoff wird dann über eine unterirdische Rohrleitung zur nahegelegenen Raffinerie Schwechat transportiert. Nach internen Berechnungen könnte der Einsatz des Wasserstoffs in der Raffinerie jährlich ca. 150.000 Tonnen CO₂ einsparen – das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 55.000 PKWs.*
* Basierend auf einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 km pro Fahrzeug, einem Dieselverbrauch von 5,3 Litern pro 100 km und einem CO₂-Ausstoß von 2,617 kg pro Liter ergibt sich ein Gesamtausstoß von 152.000 t CO₂.
Strategischer Standort
Der Standort in der Nähe des Umspannwerks Sarasdorf wird aufgrund seiner Netzkapazität und der Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen favorisiert. Dieser Standort bietet zudem den Vorteil, dass unsere Anlage durch die Abnahme von Überschüssen aus Wind- und Photovoltaik-Energie zur Stabilisierung des Stromnetzes beiträgt. Der Platzbedarf für die Errichtung der Elektrolyseanlage beträgt ca. 7,4 Hektar, wobei 40 % davon unversiegelt bleiben. Um die Umwidmung des Grünlands auszugleichen, erhält die Gemeinde 20 Jahre lang Kompensationszahlungen, zweckgebunden für Klimaschutzmaßnahmen.
Vorteile für die Region, Unterstützung aus der Region
Die Anlage wird nicht nur erhebliche Mengen CO₂ einsparen, sondern auch die lokale Stromnetzinfrastruktur stabilisieren. Zudem wird die Wasserversorgung nachhaltig gesichert, ohne dass die Grund- oder Oberflächenwasservorkommen vor Ort beeinträchtigt werden. Wir arbeiten dabei eng mit der Landesregierung und der Gemeinde Bruck an der Leitha zusammen. Das Projekt gilt als Vorreiter für die Dekarbonisierung der Industrie und trägt zur Umsetzung der österreichischen Wasserstoffstrategie bei.
Warum grüner Wasserstoff?
Grüner Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung energieintensiver Industrien. Wir nutzen ihn jedoch nicht als Brennstoff, sondern als Rohstoffquelle. Das grüne Wasserstoff-Molekül verwenden wir zur Herstellung nachhaltiger Kraftstoffe, beispielsweise für den Flugverkehr. Dies reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und sichert langfristig den Standort der Raffinerie Schwechat.

Gudrun Kollmitzer
Vice President Business & Digital Transformation