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Digital Journey zu Finance 4.0 – ein Gespräch mit OMVs Finanzvorstand Reinhard Florey

Digitalisierung ist vermutlich das Schlagwort des Jahrhunderts. Und doch ist die Idee schwer zu greifen, da scheinbar jeder etwas anderes damit verbindet. Mit Finanzen wird sie allerdings vermutlich nicht so oft in Verbindung gebracht. OMVs Finanzvorstand Reinhard Florey spricht jedoch mit uns über die Digital Journey der OMV und über den Ausgleich zwischen „schnellen Gewinnen“ und einer langfristigen Entwicklung hin zu Finance 4.0.

Was das Finanzwesen mit Digitalisierung zu tun hat

Der Weg in die digitale Realität – abseits von Illusionen“ – das war der Titel des Vortrags von OMVs Finanzvorstand Reinhard Florey beim diesjährigen Controller Tag des Wiener Controller Instituts. Als wir davon hörten, haben wir uns zunächst gefragt, „Was hat das Finanzwesen mit der Digitalisierung zu tun?“ Sehr allgemein ausgedrückt, geht es bei der Digitalisierung hauptsächlich darum, Komplexität zu reduzieren und die Automatisierung zu steigern. Im Fall der OMV beginnt die Anwednung mit der Automatisierung von regelbasierten Prozessen, aber es werden auch strukturierte und unstrukturierte Daten verarbeitet, um entscheidungsrelevante Informationen zu liefern. In diesem Zusammenhang werden maschinelles Lernen und Advanced Analytics eingesetzt, um die Informationen schneller bereitzustellen. Digitale Technologien ermöglichen im Idealfall die Steigerung der Effizienz, Qualität und Leistungsfähigkeit von Finanzprozessen.

Vier Schritte zu Finance 4.0 für die OMV

Für die Einführung digitaler Technologien bei der OMV wurde ein agiler Ansatz gewählt. Aber was bedeutet das? Spezielle Teams haben vier Schritte von der Untersuchung von Technologien bis zu ihrer Skalierung identifiziert. „In einem ersten Schritt werden verschiedene Technologien untersucht, um bezüglich der verfügbaren Informationen zur Entwicklung von Tools und Marktgeschichten auf dem Laufenden zu bleiben“, erklärt Reinhard Florey. Zeitgleich wird eine Kandidatenpipeline eingerichtet, um einen Ausgleich zu schaffen zwischen Geschäftschancen und einem kontinuierlich wachsenden Überblick über geschäftliche Anforderungen hinsichtlich Automatisierung und Digitalisierung. Im nächsten Schritt testen unsere Kolleginnen und Kollegen die neu identifizierte Technologie in Pilotversuchen und sammeln dabei Erfahrungen zu bestimmten Anwendungsfällen. Im letzten Schritt wird sicher gestellt, dass erfolgreiche Pilotprojekte im Rahmen der Organisation durchgeführt werden. „Dabei sollen schnelle Ergebnisse ermöglicht werden und zugleich soll Raum für intelligentes Aufstocken geschaffen werden“, sagt Herr Florey. 

Wir haben bei der OMV die Eckpfeiler unseres digitalen Weges identifiziert: von Prozessautomatisierung zu maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Das sind jedoch keine Projekte mit ‚schnellem Gewinn‘ – die interne Bereitschaft im Hinblick auf Prozesse, Systeme und die Organisation ist entscheidend für den Erfolg. Die Reife der verfügbaren Lösungen in einem Unternehmensumfeld muss ebenfalls berücksichtigt werden. Der Schlüssel ist daher das richtige Maß an Ambitionen: Wir müssen uns auf die Vorteile konzentrieren, die wir heute erzielen können, ohne dabei zu vergessen, dass wir in eine langfristige Entwicklung investieren.
Reinhard Florey, Finanzvorstand und Vorstandsmitglied der OMV

Change Management und Schulung sind entscheidend für den Erfolg von SAP, RPA und KI

Die Abkürzungen SAP, RPA und KI mögen für Menschen, die nicht in diesem Bereich arbeiten, zunächst kompliziert klingen, aber Herr Florey hilft gerne, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. SAP ist eine Unternehmenssoftware zur Abwicklung verschiedener Geschäftsprozesse wie Buchführung, Controlling, Vertrieb, Einkauf, Personalwesen etc. In Verbindung mit der Digitalisierung läuft bei der OMV derzeit das Projekt SAP S/4HANA, das mittels digitaler Big-Data- und Analysefunktionen in Echtzeit auf Basis von harmonisierten Daten und Prozessen den Geschäftswert erhöhen soll. 

RPA steht für Robotic Process Automation (Robotergesteuerte Prozessautomatisierung). Sie wurde bei der OMV 2018 erfolgreich eingeführt. Das Projekt wurde von einem zentralen Team in enger Zusammenarbeit mit IT und Unternehmen vorangetrieben. Rund 40 Aktivitäten wurden bereits mittels RPA automatisiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Beseitigung von Engpässen und repetitiven Tätigkeiten“, erklärt Reinhard Florey. Zurzeit werden weitere Automatisierungsideen gesammelt. RPA hilft in dreierlei Hinsicht, die Effizienz zu steigern: Sie hilft, Ressourcen für stärker wertschöpfende Tätigkeiten einzusetzen, sie beseitigt Prozessengpässe und sie macht sich zunutze, dass Roboter rund um die Uhr einsetzbar sind. Dennoch ist RPA kein Projekt mit „schnellem Gewinn“, da es Zeit und Mühe von verschiedenen Beteiligten erfordert. „Die Interaktion mit einem bestehenden IT-Ökosystem macht die Übernahme von RPA zu einer anspruchsvollen Herausforderung. Change Management ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg. Zu den schnell erreichbaren Zielen gehört die Automatisierung von repetitiven Tätigkeiten im Zuge des Finanzabschluss Prozesses“, sagt Herr Florey.

Von „schnellen Gewinnen“ zur langfristigen Entwicklung – es kommt auf das richtige Maß an Ambitionen an

Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sind integraler Bestandteil der digitalen Agenda im Finanzwesen der OMV. Beide bieten eindeutige Vorteile in der Gegenwart, aber noch mehr auf lange Sicht. „Es ist wichtig, bei der ersten Übernahme mit realistischen Erwartungen heranzugehen. Deshalb ist es so wichtig, das richtige Maß an Ambitionen festzulegen. Bei der OMV wählen wir eher einen evolutionären als einen revolutionären Ansatz“, erklärt uns Herr Florey. Kurzfristig liegt der Fokus dabei auf “schnellen Gewinnen”. Im Hinblick auf die langfristige Entwicklung erfordern neue Technologien erhebliche Zeit und Mühe, bevor sie interne Reife erreichen. Deshalb müssen digitale Rollen und Kompetenzen im Unternehmen entwickelt werden. Hier kommt die Schulung der Belegschaft ins Spiel. Egal wie digital, letztendlich sind es Menschen, die auf Basis der bereitgestellten Informationen die Entscheidungen treffen. „Bei der Digitalisierung im Finanzwesen geht es letztendlich darum, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich auf die Interpretation der Daten zu konzentrieren und dadurch fundiertere Entscheidungen zu treffen“ schließt Herr Florey. 

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