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Tag des Waldes: Forschen am Wald von morgen

Sanft-hügeliges Weinland, grüne Wiesen, Äcker und Felder. Die beschauliche Gemeinde Matzen-Raggendorf ist für den Weinbau bekannt, nicht unbedingt für ihre ausgedehnten Wälder. Typisch für das Pannonische Tief- und Hügelland im Osten Österreichs ist die Gegend eher waldarm. Und doch wächst hier, Blatt für Blatt, ein ganz spezieller Wald heran: Der Klimaforschungswald.

Seit Herbst 2019 wird hier aufgeforstet – und das nicht mit irgendwelchen Bäumen. Eine Mischung aus 15 Baumarten, von der heimischen Elsbeere über den Spitzahorn hin zur Korsischen Schwarzföhre und der Nordamerikanischen Douglasie, wächst hier auf einer teils von der OMV zur Verfügung gestellten Fläche zum Klimaforschungswald heran.

Wie sieht der klimafitte Wald der Zukunft aus – welche Baumarten und Waldtypen kommen besonders gut mit der Erderwärmung und den immer häufigeren Wetterextremen zurecht? Der Klimaforschungswald liefert uns wichtige Antworten.
Silvio Schüler, Institutsleiter für Waldwachstum & Waldbau, Bundesforschungszentrum für Wald (BFW)

Klimawandel: (Misch-)Wald als Teil der Lösung

Abgesehen davon, dass sie unsere Luft von Feinstaub befreien, vor Naturgefahren schützen, Wasser speichern, für Kühlung sorgen und unzähligen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten, gelten Wälder auch in der Klimadebatte als Teil der Lösung: Bäume nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf und binden es als Kohlenstoff im Holz. Das macht den Wald zu einem natürlichen CO2-Speicher. Das Problem dabei: „Mittlerweile kann selbst der größte Wald nicht mehr alles an überschüssigem CO2 aufnehmen“, sagt Silvio Schüler, seines Zeichens "Oberförster" im Klimaforschungswald, „in Österreich bindet der Wald immerhin schon 3,6 Milliarden Tonnen CO2, also das 40-fache der jährlichen Kohlendioxidemissionen Österreichs.“

Dazu kommt, dass Klimawandel und Erderwärmung vielen heimischen Baumarten zu schaffen machen. Die Bäume haben mit Wetterextremen und Trockenstress zu kämpfen und sind dadurch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wie dem berüchtigten Borkenkäfer. „All das führt dazu, dass die Wälder ihre natürliche Fähigkeit verlieren, CO2 aufzunehmen und zu speichern“, erklärt Silvio Schüler. Was wiederum bedeutet, dass noch mehr CO2 in die Atmosphäre gelangt und die Erderwärmung weiter angetrieben wird.

Vogelkirsche, Gelbkiefer, Atlaszeder: Wer macht das Rennen und schlägt Wurzeln?

Zurück ins Weinviertel. Die Gegend gilt als trockenste Region Österreichs. Hier lässt sich heute schon erkennen, wie das Klima anderswo in etwa 50 Jahren aussehen könnte. Ideale Bedingungen, um herauszufinden, welche Baumarten mit den zu erwartenden gehäuften Wetterextremen – Trockenheit, Starkregen, Stürme – gut zurechtkommen.

Wie also sieht er aus, der Wald der Zukunft? Eines steht schon fest: „Mischwälder aus Laub- und Nadelwäldern haben das höchste Potenzial, CO2 zu speichern“, sagt Silvio Schüler. „Genaueres wissen wir in etwa zwei Jahren. Dann sehen wir, welche der 2019 gepflanzten Baumarten gut angewachsen sind. Nach weiteren fünf Jahren sieht man, wie sie sich im Wachstum voneinander unterscheiden.“

Ein Wald voller Möglichkeiten

2019 wurden die ersten 1.500 Setzlinge eingepflanzt, mittlerweile sind es bereits mehr 10.000 junge Bäume – 2030 wird der Klimaforschungswald zu einer stattlichen Höhe von drei bis fünf Metern herangewachsen sein. Während er das tut, wird sich nicht nur entscheiden, welche Baumarten das Rennen machen. Mithilfe von Klimastationen und Bodenfeuchtesensoren untersucht das Projektteam auch, wie sich das Mikroklima an den Waldstandorten verändert, und welche Auswirkungen die Baumarten auf die Verfügbarkeit von Grundwasser haben – für den Fall, dass das Trinkwasser für uns Menschen in längeren Trockenperioden knapp wird. Außerdem interessiert Silvio Schüler und sein Team, welchen unterschiedlichen Insekten- und Vogelarten die Bäume Nahrung und Heimat bieten. Der Klimaforschungswald soll aber auch zu einem Bildungs- und Lehrwald werden – und in ein paar Jahren das Motto des diesjährigen Internationalen Tag des Waldes erfüllen: Er wird der Bevölkerung im waldarmen Weinviertel ein Ort der Ruhe und Erholung sein.

Jeder Wald beginnt mit dem ersten Baum – wir haben die große Pflanzaktion 2019 mit der Kamera begleitet. Hier geht’s zum Video: 


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