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Sustainable Aviation Fuels – wohin geht die Reise?

Lesezeit: 3 min

Über den Wolken soll die Freiheit ja grenzenlos sein. Wir Menschen fliegen gerne und viel - und in Zukunft wohl noch viel mehr. Mit an Bord ist oft das schlechte Gewissen, denn Flugreisen sind CO2-intensiv. Eine Lösung scheint in Sicht, auch wenn sie erst am Anfang steht: Sustainable Aviation Fuels (SAF).

Der European Green Deal sieht für den Flugverkehr eine deutliche Reduktion unserer Treibhausgas-Emissionen vor. „Ab 2025 müssen herkömmlichem Kerosin mindestens 2 % SAF, also nachhaltige Flugkraftstoffe, beigemischt werden“, erklärt George Apostu, der OMV Experte im Bereich Aviation. Bis 2050 soll dieser Anteil schrittweise auf 63 % erhöht werden. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet die Branche mit Hochdruck an neuen Technologien – denn SAF lässt sich im großen Stil nicht einfach auf Knopfdruck produzieren. Dazu müssen einerseits Raffinerieanlagen gebaut oder adaptiert werden und andererseits die geeigneten Rohstoffe für diese Biokraftstoffe beschafft werden: Geeignet bedeutet in diesem Fall, dass diese Rohstoffe in keinem Konflikt mit Nahrungs- oder Futtermittelanbau stehen.

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Wie nachhaltiger Flugzeugkraftstoff entsteht 

„Privat reise und fliege ich gern. Beruflich beschäftige ich mich mit der Produktion von Kerosin. Das passt zusammen, aber der CO2-Abdruck von Flugreisen passt nicht – noch nicht“, sagt Sonja Platzer-Ozenil. Die Chemikerin arbeitete in der Raffinerie Schwechat daran, die allererste SAF Produktion zu starten, und so dem OMV Jet A1 Fuel zu einem geringeren CO2-Abdruck zu verhelfen. Und das in Rekordzeit, denn vom Projektstart bis zur Produktion des ersten Liters SAF vergingen nur sechs Monate. Seit März 2022 produziert die Raffinerie Schwechat in ihrer Kerosinhydrieranlage nun SAF aus Altspeiseöl.

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Ich finde es faszinierend, dass aus etwas vermeintlich Nutzlosem wie Altspeiseöl etwas so wertvolles wie nachhaltiger Flugzeugtreibstoff werden kann.
Sonja Platzer-Ozenil, Prozessingenieurin, OMV Raffinerie Schwechat

"Raffinerien sind ein komplexes Gesamtwerk aus unzähligen Anlagen und Prozessen, die sich nicht so einfach verändern lassen. Dreht man an einem Rädchen, setzt man manchmal mehr in Bewegung, als man möchte. Gleichzeitig war es unser Ziel, so rasch als möglich mit der SAF Produktion zu beginnen. Deshalb haben wir mit der Beimischung von geringen Mengen Altspeiseöl begonnen – und zwar in bestehenden Anlagen.“ Derzeit sind es aufgrund chemisch-technischer Voraussetzungen 0,3 Masseprozent. Das bedeutet, dass auf einen Liter Kerosin 0,3 % biogener SAF-Anteil kommen. „Das klingt zunächst nicht nach viel. Es ist aber ein wichtiger erster Schritt, mit dem wir für Raffinerie-Verhältnisse sehr kurzfristig sehr viel erreichen konnten. Den bestehenden Prozess zu adaptieren und die existierende Hydrieranlage zu nutzen, hat es uns ermöglicht, die SAF Produktion nach nur wenigen Monaten zu starten. Das Einbauen neuer Anlagen wäre sehr viel zeitintensiver gewesen, wir sprechen hier von mehreren Jahren.“ Gleichzeitig ist es genau das, woran nun weitergearbeitet wird, denn die OMV hat es sich zum Ziel gesetzt, in ihren Märkten ein führender SAF-Anbieter zu werden.

Sonja erklärt, was es dazu braucht:


Was nachhaltiges Fliegen und goldbraune Schnitzel gemeinsam haben


Das Altspeiseöl für die Raffinerie Schwechat in entsprechender Qualität zu bekommen war ein entscheidender Faktor für die Realisierung dieses Projektes. „Mit dem Unternehmen Münzer haben wir einen zuverlässigen Partner aus der Region, der uns einen tollen Rohstoff in hoher Qualität liefert. Denn Altspeiseöl ist nicht gleich Altspeiseöl – es ist wichtig, was zuvor darin frittiert wurde und wie hochwertig dieses Öl ursprünglich war. Schließlich wollen keinen Mistkübel aus unserer Hydrieranlage machen“, sagt Sonja. 

Mehr SAF für mehr Flüge 

Was die Menge angeht, so produziert die Raffinerie Schwechat derzeit 1.500 Tonnen SAF. Damit lassen sich etwa 3.750 Tonnen CO2 einsparen, oder anders gesagt etwa 333 Wien-London-Flüge. Das ist aber erst der Anfang: „Die OMV hat es sich zum Ziel gesetzt, die SAF Produktion bis 2030 auf 700.000 Tonnen zu steigern. Das entspricht einem Drittel der gesamten Jet A1 Verkäufe unseres Unternehmens“, sagt George.

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Im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin bewirkt SAF eine CO2-Reduktion von mehr als 80 % über den gesamten Lebenszyklus.
George Apostu, Key Account Manager Aviation, OMV Downstream

CO2-Offsetting oder CO2 gar nicht erst entstehen lassen?

Und das Beste an SAF? „Bei SAF lässt sich vom Rohstoff bis zur gelieferten Tonne eine CO2-Reduktion von 85 % gegenüber herkömmlichem Kerosin nachweisen. CO2-Emissionen entstehen somit erst gar nicht“, erklärt er. Ein entscheidender Vorteil gegenüber dem CO2-Offsetting, bei dem etwa in Aufforstungsprojekte investiert wird, um das emittierte CO2 zu kompensieren.

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