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EEX CEGH Gas Exchange: Anonymer Handel ganz persönlich

Warum sind beim anonymen Börsehandel persönliche Kontakte ausschlaggebend? Warum spielt auf einem streng kontrollierten Markt Vertrauen eine große Rolle? Wieso trägt eine Börse zu mehr Sicherheit bei, ist das nicht alles riskant und spekulativ? Wir haben hinter die Kulissen des modernen Gashandels geschaut und so manchen Widerspruch entdeckt, der gar keiner ist.

„Eigentlich wollte ich mit dem Bereich bewusst nichts zu tun haben, weil das Thema so abstrakt ist“, erinnert sich Florian Güttl, Team Lead Gas Exchange Services beim Central European Gas Hub, kurz CEGH. Verständlich, denn Gashandel ist kein leicht verdauliches Thema. „Aber wenn man sich mit der Materie beschäftigt, ist es wirklich sehr spannend“, zeigt er sich begeistert. Mit der EEX CEGH Gas Exchange bietet der CEGH seinen Kunden eine Börseplattform für den Handel mit Erdgas in ganz Europa.

Immer für den Kunden da

Während der Börsehandel auf einem virtuellen Handelsplatz anonym abläuft, und sich Verkäufer nicht kennen, ist es beim CEGH und seinen Kunden genau umgekehrt. „Wir versuchen den persönlichen Kontakt zu pflegen und schauen, dass wir mehrmals im Jahr persönlich bei unseren Kunden vor Ort sind, egal wo sie sich befinden“. So hat Florian Güttl auch Tilen Šarlah, Trader beim slowenischen Gasunternehmen Geoplin, kennengelernt. Auch abseits der Geschäftsbeziehung verstehen die beiden sich gut, denn sie teilen nicht nur das Interesse am Gasmarkt, sondern auch die Leidenschaft für Schifahren in den österreichischen Alpen.

Spannender als der Finanzmarkt

Als Tilen Šarlah 2013 zu Geoplin wechselte, freute er sich über den Tapetenwechsel. Sein Know-how aus vielen Jahren Arbeitserfahrung im Finanzmarkt konnte er hier perfekt einsetzen, denn der Handel mit Erdgas funktioniert ähnlich, ist aber viel komplexer und damit spannender. „Ich kann mich noch an meinen ersten Gas-Trade erinnern. Zum ersten Mal handelte ich mit einer echten Ware, die tatsächlich geliefert wurde – das ist anders, als wenn es beim Aktienkauf rein um den Austausch von Geldmitteln geht. Da ist man schon etwas nervös und achtet genau darauf, ob man auch die richtigen Tasten drückt.” Nach mittlerweile sieben Jahren ist er routiniert. Sein Arbeitstag startet kurz vor 8 Uhr, damit genug Zeit zum Lesen aktueller Nachrichten und Marktentwicklungen bleibt, denn um 9 Uhr öffnen die Börsemärkte. Bevor es losgeht, werden mit den Logistikteams die benötigten Gasmengen geklärt. Mittags ist die Liquidität am höchsten, da werden die einzelnen Order nochmal optimiert, um den Anforderungen der Kunden zu entsprechen. Und immer hat er ein Auge auf die Screens – an seinem Arbeitsplatz stehen drei Stück – um den Gaspreis im Auge zu behalten.

Ich kann mich noch an meinen ersten Gas-Trade erinnern. Zum ersten Mal handelte ich mit einer echten Ware, die tatsächlich geliefert wurde – das ist anders, als wenn man es beim Aktienkauf rein um den Austausch von Geldmitteln geht. Da achtet man genau darauf, ob man auch die richtigen Tasten drückt. 
Tilen Šarlah, Head of Trading Desk, Geoplin d.o.o.

Das große Ganze im Blick

Jeder Marktteilnehmer hat andere Interessen und Beweggründe für das Trading. Während es grundsätzlich zwar darum gehe, den besten verfügbaren Preis für einen bestimmten Zeitraum zu bekommen, seien die übergeordneten Ziele unterschiedlich. Als Trader kennt er die Gesetze des Marktes und kann einschätzen, wann ein guter Zeitpunkt zum Kaufen ist. Es geht immer um das große Ganze: „Es reicht nicht, den Gaspreis im Blick zu haben. Man muss immer den gesamten Markt kennen: Den Ölpreis, den CO2-Preis, die Kursentwicklung vom Euro, dem Dollar und andere Entwicklungen auf den Finanzmärkten.“ Nachmittags beginnt er damit, die laufenden Order abzuschließen, damit am Abend keine Positionen offen bleiben. Dann übernehmen die Kollegen der anderen Schicht, denn die Börse ist 24/7 zugänglich.

Sicherheit durch Preistransparenz

„Tatsächlich findet das Trading über den Computer statt, im Hintergrund ist sehr viel Technik im Spiel und sehr viel automatisiert“, zerschlägt Florian Güttl die Illusion vom überfüllten Börseparkett, an dem wild gestikulierende Menschen in Sekundenschnelle Millionen verdienen - oder verlieren. Es gäbe schon vereinzelt Spekulanten an der Gasbörse, die ihre Gewinne damit machen, innerhalb kurzer Zeit billig zu kaufen und teurer zu verkaufen, räumt er ein. Aber der Hintergrund für die EEX CEGH Gas Exchange sei ein ganz anderer. War früher der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt, bestimmen jetzt tatsächlich Angebot und Nachfrage den Preis. Dieser wird auf der Gasbörse transparent und für alle weltweit einsehbar publiziert und bietet damit Sicherheit. Zudem sind die Börseaktivitäten streng reguliert.

Unbezahlbare Vorteile: Know-how und Service

„Durch die Börse ist einfach mehr Gas für mehr Handelsteilnehmer verfügbar, es ist mehr Bewegung im Markt“, meint Florian Güttl. 2019 wurden an der EEX CEGH Gas Exchange Geschäfte mit einem Volumen von ca. 160 TWh gehandelt. Zum Vergleich: Der jährliche Gasverbrauch in Österreich beträgt 90 TWh. Die Mengen wechseln mehrere Male den Besitzer, bevor tatsächlich Gas fließt. „Dort wo am meisten los ist, wird viel gehandelt und dort wird auch der Preis aussagekräftiger und realistischer“, fasst er zusammen. Und wie bringt man viele Trader an eine Börse? Durch attraktive Angebote. Diese bestehen beim CEGH jedoch nicht nur aus Preisrabatten und Nachlässen auf Gebühren, wie bei anderen Anbietern. Beim CEGH legt man viel Wert auf persönlichen Kontakt und Know-how, das den Kunden zur Verfügung gestellt wird. „Wir bieten einen umfassenden Eintrittsservice in den europäischen Markt“, fasst Florian Güttl zusammen. Ob bei Schulungen zur Software und Marktmechanismen, bei Networking-Events oder im täglichen Kontakt: persönliche Betreuung wird großgeschrieben.

Durch die Börse ist mehr Gas für mehr Handelsteilnehmer verfügbar, es ist mehr Bewegung im Markt. Dort wo am meisten los ist, wird viel gehandelt und dort wird auch der Preis aussagekräftiger und realistischer.
Florian Güttl, Team Lead Gas Exchange Services, Central European Gas Hub AG

Kontrolle ist Pflicht, Vertrauen macht den Unterschied

Seit der Eröffnung der EEX CEGH Gas Exchange vor mehr als 10 Jahren hat sich viel getan. Mittlerweile konzentriert man sich beim CEGH auf die Pflege der Kundenbeziehungen und das Entwickeln neuer Produkte und Services, das operative Geschäft wurde 2016 an die EEX Gruppe übergeben. Dort wird der Börsehandel, der strengen Regulationen und Vorgaben unterliegt, auch kontrolliert. Florian Güttl erinnert sich an den Systemumstieg, für den ein Jahr lang auf Hochtouren gearbeitet wurde. „Wir haben alle den Handelsschirm angestarrt und wussten, in 10 Sekunden ist der alte Markt abgedreht und der neue startet. In dieser Sekunde würde sich zeigen, ob sich die Arbeit gelohnt hat.“ Und das hat sie, denn seit dem Umstieg sind Handelsteilnehmer und Volumina stark gestiegen. Auch die Börsemechanismen und -technologien der EEX Gruppe sind wichtig für das Gesamtbild, gibt Florian Güttl zu bedenken. „Trading hat viel mit Vertrauen zu tun. Vertrauen in die Technik, Vertrauen in den Service, Vertrauen in die Überwachungsmechanismen.“

Auch kein Widerspruch: Internationalität in Österreich

„Energiemärkte wachsen immer mehr zusammen, daher ist der Job im Gastrading auch sehr international“, so Florian Güttl. Nur 15% der Kunden kommen aus Österreich. Auch sein Team ist sehr international, die Arbeitssprache ist Englisch und die Themen sind komplex. „Ich mag das Internationale sehr, weil man neue Sichtweisen auf das Geschäft, aber auch das Leben bekommt“, meint Florian Güttl. Genauso schätze er aber auch österreichische Bodenständigkeit: Als Ausgleich zum Job dienen Blasmusik und Paragliding in seiner steirischen Heimat. Auch Tilen Šarlah schaltet beim Sport ab und radelt gerne durch die Natur. Obwohl beide ambitionierte Schifahrer sind, steht ein gemeinsamer Aufenthalt in Österreichs Bergen übrigens noch aus. Aber das muss ja nicht so bleiben.

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