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Project STOP: Ein Weg aus dem Müllproblem

Wir alle kennen die Bilder von Kindern, die an vermüllten Stränden spielen oder von Schildkröten, die Plastikabfall mit Nahrung verwechseln. Mehr als die Hälfte der (Plastik-)Abfälle in den Meeren kommen aus nur fünf Ländern in Asien, darunter Indonesien. Der Grund: In diesen Ländern gibt es keine oder nur schlecht funktionierende Abfallwirtschaftssysteme.

Deshalb müssen die Menschen den Müll vor ihrem Haus, in ihrem Garten oder eben einfach am Strand abladen. Was die Flut nicht rechtzeitig wegträgt, wird verbrannt. Die Konsequenzen in Bezug auf Gesundheit, Lebensqualität oder Arbeitsplätze der Bevölkerung und für die Umwelt sind massiv.

Quelle: Waste Characterization Study Muncar, © Project STOP

„Man kann sich gar nicht vorstellen, wie das stinkt“, erzählt Dorothea Wiplinger, Sustainability & Project Manager STOP bei Borealis, über ihren ersten Besuch in Muncar, einem kleinen Fischereihafen in Indonesien. „Der Müll zieht Ungeziefer an, die Kinder spielen am Strand zwischen Müllbergen, den Sand haben die Menschen dort seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gesehen“.

Die Fischer erzählen, dass der Abfall im Meer die Motoren ihrer Boote kaputt macht, die Fischbestände zurückgehen und sie in Folge ihre Jobs verlieren. Auch der Tourismus als wichtige Einnahmequelle wird dadurch immer weniger. „Da geht es um wirklich existenzielle Probleme und dessen muss man sich ganz bewusst sein.“ so Dorothea. Die Verbesserung dieser Situation zur Aufgabe gemacht hat sich Project STOP, eine Initiative, die 2017 von OMV Tochtergesellschaft Borealis and SYSTEMIQ gegründet wurde.

Schritt für Schritt das Müllproblem lösen

„Zunächst wurden Müllsammler eingestellt, in den Straßen haben wir Mülltonnen aufgestellt und der gesammelte Müll wurde in die örtliche Sortieranlage gebracht. Parallel dazu wurden „Door-to-Door“-Trainings gemacht und den Bewohnern erklärt, wie sie ihren Abfall richtig trennen können. Das heißt, es wurde zuallererst an grundlegenden Dingen gearbeitet, und gleichzeitig die Infrastruktur zur Müllsammlung und Müllsortierung aufgebaut,“ erklärt Dorothea Wiplinger. So sind im Zuge von Project STOP fünf neue Sortieranlagen entstanden – darunter immerhin auch die größte Anlage in ganz Indonesien – und es wurden bisher rund 170 neue Arbeitsplätze geschaffen. 

Im nächsten Schritt wurde das System auch wirtschaftlich auf Schiene gebracht: Einerseits wird von den Haushalten eine geringe Servicegebühr eingehoben und andererseits wird der sortierte Müll an Recycling-Unternehmen verkauft. Beides trägt zur Deckung der laufenden Betriebskosten bei und letzteres ist auch im Sinne der Kreislaufwirtschaft, ein Thema das beim Kunststoffproduzenten Borealis ganz weit oben auf der Agenda steht: „Der Anteil der Stoffe, die auf der Deponie landen soll immer kleiner werden, die Materialien sollen stattdessen wiederverwertet werden, um sie so lange wie möglich im Kreislauf zu halten.

Ziel von Projekt STOP ist es, das Müllproblem an der Ursache zu bekämpfen: In besonders betroffenen Ländern Abfallmanagementsysteme einzuführen, die nachhaltig funktionieren und auch langfristig finanzierbar sind. 
Dorothea Wiplinger, Sustainability & Project STOP Manager, Borealis

Aber Project STOP denkt noch weiter: „Unser erklärtes Ziel ist es, das System auch nachhaltig auf stabile finanzielle Beine zu stellen.“ Dazu soll beispielsweise auch die Kommune das Abfallmanagementsystem finanziell unterstützen. Und auch die Unternehmen, die Kunststoffprodukte auf den Markt bringen müssen in die Verantwortung genommen werden, indem auch sie einen finanziellen Beitrag für die Entsorgung leisten.

Über die Anfänge des Projekts erzählt Dorothea: „Uns war schnell klar, wenn wir wirklich Systeme schaffen wollen, die auch nach Project STOP weiterexistieren können, dann muss man auf allen Ebenen ansetzen; Strandsäuberungsaktionen oder Bewusstseins-Kampagnen alleine bringen nicht viel. Man muss das System als Ganzes betrachten und verbessern. Und: Wir müssen vor Ort sein! Das ist kein Projekt, das man am Reißbrett theoretisch konzipieren kann, sondern man muss mit den Menschen, den verantwortlichen Institutionen und Behörden eng kooperieren.“

Den gemeinsamen Erfolg feiern

In Muncar hat in der Zwischenzeit ein Umdenken eingesetzt, was Müllentsorgung betrifft. Dorothea Wiplinger erinnert sich: „Früher war das Müllsammeln den Ärmsten der Armen vorbehalten. Mittlerweile ist Müllsammlung in Muncar ein angesehener Beruf. Und nachdem wir an einem Aktionstag gemeinsam mit der Bevölkerung einen Strandabschnitt gereinigt und dabei rund 5.000 Tonnen Müll entfernt haben, konnte man erstmals seit Jahren wieder den Sand unter den Füßen spüren – Grund genug für die Bevölkerung eine Party zu feiern.“


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