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CAPE 10 - Das Wiener Kap der guten Hoffnung

In Favoriten entsteht ein Haus für Kinder, Arme und Kranke – privat finanziert durch Sponsoren. OMV-Chef Rainer Seele und der Arzt Siegfried Meryn über das Projekt „CAPE 10 – Haus der Zukunft und sozialen Innovation“ und nachhaltig denkende Aktionäre.

Erst einmal klingt alles ein wenig verwegen

Ein Haus für Kinder, Arme und Kranke - ausgerechnet gebaut vom Star-Architekturbüro Coop Himmelb(l)au. Ein 14 Millionen-Sozialprojekt - finanziert ohne Steuergeld, einzig durch private Gönner und Unternehmen. Ein Ort der Begegnung im zehnten Bezirk – gestaltet und begleitet von Künstlern wie Erwin Wurm, Nicholas Ofczarek oder Kinderbuch-Autor Thomas Brezina.

Das Sozial- und Gesundheitszentrum „CAPE 10“, das in Wiens Bezirk mit dem höchsten Migrantenanteil und geringsten Bildungsniveau in Betrieb gehen soll, ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Das Projekt entspringt einer langjährigen Idee des Wiener Mediziners Siegfried Meryn. Der Internist und „TV-Arzt“ hat auch OMV-Chef Rainer Seele überzeugt. Im Doppel-Interview erläutern der Mediziner und der Manager ihre Motive für das Projekt, das ab 2019 gebaut und 2021 eröffnet wird.

Wie passt ein soziales Projekt wie „CAPE 10“ zu einem Konzern wie der OMV?

RAINER SEELE: Wenn es der OMV gut geht, möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass es anderen Menschen auch gut geht. Wir sind international ausgerichtet als Konzern, beschäftigen uns darum auch stark mit dem Thema Integration und Zusammenhalt. Ich sehe die Notwendigkeit, dass man in Wien einen Begegnungsort baut. 

Ist der Name „CAPE 10“ vom „Kap der guten Hoffnung“ abgeleitet?

SIEGFRIED MERYN: Das haben wir so mit Wolf Prix von Coop Himmelb(l)au entwickelt. Es soll ein Ort der Begegnung und der Hoffnung werden. Wir haben eine Gesellschaft, die sich immer mehr auseinander entwickelt. Die Architektur unseres Hauses versucht offen und hell zu sein, als ein Symbol für das Miteinander. Es geht ja nicht nur um Gesunde und Kranke, sondern auch um Junge und Alte, Reiche und Arme. Wir wollen zudem Impulsgeber sein. Das gesamte Obergeschoß ist der Digitalisierung gewidmet. Im Untergeschoß wird es einen Multifunktionsraum für Kunst und die Förderung junger Talente geben.

SEELE: Ich begegne diesem Projekt mit einer großen Portion Hoffnung. Ich hoffe nämlich, dass unser Beitrag etwas gegen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft leistet. Die Menschen, die zu „CAPE 10“ kommen werden, haben Probleme. Und die beste Medizin gegen Probleme ist – das traue ich mich auch als Nicht-Mediziner zu sagen – die Hoffnung. Deshalb ist das eine gelungene Bezeichnung für das Projekt. 

 

 

In Favoriten gibt es rund 200.000 Einwohner aber angeblich nur fünf Kinderärzte?

MERYN: Nur mehr vier! Die wollen und können so nicht mehr weiterarbeiten. Das sind Einzelkämpfer. Wir haben jetzt Grippezeit, die Ärzte sehen an manchen Tagen 150 bis 200 Kinder. Das ist am Limit dessen, was noch ernstzunehmende Medizin ist. Als wir gesagt haben, dass wir ein ganzes Stockwerk mit 1.500 Quadratmetern als Kinder- und Jugendzentrum zur Verfügung stellen, haben sich mehrere KinderärztInnen, SozialarbeiterInnen, DiätologInnen und PhysiotherapeutInnen zur Kooperation bereit erklärt. Und so entsteht plötzlich ein kleines Spital – nur halt ohne Betten. 

Neben den medizinischen Angeboten für Kinder wird es eine Ambulanz geben, bei der sich die OMV engagiert. Für wen ist die gedacht? 

MERYN: Gemeinsam mit den skandinavischen Ländern haben wir sicherlich ein sehr tolles Sozial- und Gesundheitssystem. Ungeachtet dessen gibt es Menschen, die nicht versichert sind. In der niederschwelligen Ambulanz bieten wir jedoch allen, ob versichert oder nicht, eine medizinische Versorgung.

Ist Gesundheit nicht eine staatliche Verantwortung?

SEELE: Der Staat hat kein endloses Budget und die Industrie sollte im Rahmen der Nachhaltigkeit einen Beitrag leisten. Unabhängig davon hat es mich überrascht, dass 1,5 Prozent der Menschen in Österreich über keine Krankenversicherung verfügen. Deshalb leisten wir einen Beitrag. 

 

 

Wie schwer ist es für Sie als OMV-Chef Geld für soziale Projekte auszugeben? 

SEELE: Unsere Aktionäre erwarten auch, dass wir soziale Verantwortung übernehmen. Sie wollen eine nachhaltige Dividende. Einen nachhaltigen Unternehmenserfolg kann man nur erzielen, wenn das Umfeld für das Unternehmen stimmt. 

Herr Meryn, wie viel Geld brauchen Sie für das Projekt?

MERYN: Das Gesamtvolumen beträgt etwa 14 Millionen, inklusive der Errichtungskosten für den Bau. Mir ist wichtig zu betonen, dass wir trotz der großartigen Architektur mit 1500 Euro Baukosten pro Quadratmeter auskommen. Das ist extrem wenig und geht nur, weil uns viele Firmen mit Sachleistungen zum Selbstkostenpreis unterstützen. 

Wann und wie haben Sie Herrn Seele überzeugt?

MERYN: Das ist etwas mehr als zwei Jahre her. Warum ich beim Herrn Seele Glück hatte, muss er Ihnen selbst erzählen. Ich habe ein offenes Ohr bei ihm gefunden. Das war für das Projekt der Durchbruch. Mit der OMV an meiner Seite konnte ich viele andere überzeugen. Daher meinen Dank an den Herrn Generaldirektor, da er von Stunde null an dabei war.
 
SEELE: Ich habe nur eine kleine Entscheidung getroffen, daher gilt das Kompliment ganz dem Professor Meryn – ohne ihm Honig um den Bart schmieren zu wollen. Er hat mich überzeugt. Ich habe keine Bedenken, dass die Gesundheitsleistungen stark nachgefragt werden. Es braucht aber mehr. Wir wollen einen Ort der Begegnung und der Hoffnung schaffen. Wenn das gelingt, wird „CAPE 10“ für mich ein Erfolg sein.

Mehr Informationen rund um OMV’s Sozialer Verantwortung und CAPE 10.

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