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CNG – Erdgas als Kraftstoff

Erdgas als Kraftstoff ist äußert günstig und spart bei jeder Tankfüllung bares Geld. Erdgas verbrennt ruß- und partikelfrei und schädliche Abgase werden auf ein Minimum reduziert. Somit ist komprimiertes Erdgas (auch CNG – Compressed Natural Gas genannt) eine billige und umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen.

Wirtschaftlichkeit
Ein kg CNG hat so viel Energieinhalt wie 1,3 Liter Diesel oder 1,5 Liter Benzin und ist dazu häufig günstiger als 1 Liter Diesel oder Benzin. Aufgrund des höheren Energiegehalts und dem Kostenvorteil an der Zapfsäule kann gegenüber dem Benzinbetrieb bis zu 50 % und gegenüber Diesel bis zu einem Drittel der Kraftstoffkosten eingespart werden.

Umwelt
CNG ist derzeit der kostengünstigste Weg um den Schadstoffausstoß im Straßenverkehr signifikant zu reduzieren. Neben ruß- und partikelfreien Abgasen werden mit Erdgas als Kraftstoff bis zu 30% weniger Kohlendioxid, 70 - 80 % weniger Kohlenmonoxid und 80 % weniger Ozon bildende Abgase ausgestoßen. Speziell in Städten könnte mit dem vermehrten Einsatz von CNG Fahrzeugen die Luftqualität erheblich verbessert werden.

Derzeit gibt es in Österreich rund 160 öffentliche CNG Tankstellen. Neben den Hauptverkehrsadern gibt es auch in den Ballungszentren eine gute Versorgung mit CNG Tankstellen. Es ist also längst kein Problem mehr, Österreich von Wien bis an den Bodensee mit reinem Erdgasantrieb zu durchqueren.

Zudem können die meisten Fahrzeuge im Bedarfsfall auf Benzinbetrieb umschalten – üblicherweise tun sie das automatisch.

Informationen zu Förderungen und den aktuellsten CNG Fahrzeugen finden Sie unter erdgasautos.at

Eine saubere Alternative

Mit Erdgas tanken Sie nicht nur günstig – durch die Reduzierung der schädlichen Abgase spart Erdgas außerdem der Gesellschaft langfristig Kosten und hilft, internationale Klimaabkommen zu erfüllen. Das hat auch die Politik erkannt.

Komprimiertes Erdgas verbrennt im Gegensatz zu Diesel oder Benzin russ- und partikelfrei. Damit werden schädliche Abgase auf ein Minimum reduziert. 20 - 30 % weniger Kohlendioxid, 70 - 80 % weniger Kohlenmonoxid und 90 % weniger Ozon bildende Abgase lassen CNG im Vergleich zu Benzin hervorstechen.

Zudem kann dem Kraftstoff Erdgas aufbereitetes Biogas beigemischt werden. So können die Kohlendioxid (CO2) Emissionen weiter gesenkt werden.

Die Vorteile auf einen Blick …

Vorteile von CNG gegenüber Diesel*

Vorteile von CNG gegenüber Benzin*
Bis zu 98 % weniger Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe Bis zu 70 % weniger Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe
Bis zu 90 % weniger Stickstoffoxide Bis zu 85 % weniger Stickstoffoxide
Bis zu 80 % weniger Ozonbildungspotential Bis zu 90 % weniger Ozonbildungspotential
98 % weniger Partikelemissionen Bis zu 30 % weniger Kohlendioxid
keine Verdampfungsverluste und keine Geruchsbelästigung beim Tanken Bis zu 80 % weniger Aldehyde
Bis zu 25% weniger Kohlendioxid  

* Potenzial bei optimierten Erdgas-Motoren

Erdgas rechnet sich

Ein Erdgasauto muss nicht teuer sein. Viele Modelle sind in der Anschaffung heute schon so günstig wie ein vergleichbares Dieselfahrzeug oder aufgrund von Förderungen sogar günstiger. In diesen Fällen rechnet sich ein Erdgasauto sofort. Eventuell doch höhere Anschaffungskosten rechnen sich vor allem durch den geringeren Verbrauch(kg) bezogen auf die gleiche Strecke und Fahrweise. Beim Tanken zahlen Sie wesentlich weniger: Ein kg Erdgas ist an OMV Tankstellen seit Jahren deutlich günstiger als ein Liter Benzin, entspricht aber einer Fahrleistung von ungefähr 1,5 l Benzin. Gegenüber Benzinbetrieb kann bis zu 50 % und gegenüber Diesel bis zu einem Drittel der Kraftstoffkosten eingespart werden.

Erdgas bringt Sie weiter

Dank ausgereifter Technik können voll auf Erdgas optimierte Motoren einen Leistungsgewinn von 5 – 10 % erzielen und haben einen geringeren Verbrauch als vergleichbare Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Von 500 bis zu 1000 km fährt ein bivalentes Erdgasauto mit einem Besuch an der Tankstelle – Gastank und herkömmlicher Benzintank zusammengerechnet. Monovalente Fahrzeuge können durchschnittlich bis zu ca. 500 km mit einer Tankfüllung fahren (manche Fahrzeuge auch weit mehr). Damit fahren Sie nicht nur umweltfreundlich, sondern auch völlig sorgenfrei viele Kilometer.

Kiloweise tanken, sicher fahren

An Tankstellen wird Erdgas im "Kilo" als CNG (Compressed Natural Gas) angeboten. 0,7 kg entsprechen etwa 1 l Benzin.

Sicherheit steht an erster Stelle. Die im Fahrzeug eingebauten Spezialtanks werden nach strengsten Sicherheitsrichtlinien gebaut und unter extremen Bedingungen getestet. Sie speichern das Gas mit einem Druck von ca. 200 bar und reduzieren somit das Volumen auf etwa 1/200. Für zusätzliche Sicherheit sorgen eine Reihe von Zusatzeinrichtungen, wie z. B. Ventile, die im Falle eines Feuers einen überhöhten Druckaufbau verhindern, sowie regelmäßige Überprüfungen.

Auch die Betankung von CNG-Fahrzeugen erfolgt völlig sicher. Sobald der Tankanschluss der Zapfsäule korrekt mit dem Tank des Erdgasfahrzeuges verriegelt ist, strömt das Gas aus dem Speicher in den Tank. Ähnlich schnell und unkompliziert wie bei Diesel oder Benzin.

Fest steht: ein von einem Fachmann gewartetes Erdgasauto ist genauso sicher wie jedes andere Auto. Auch im Falle eines Zusammenpralls. Für den Gastank ist ein Berstdruck von 600 bar vorgeschrieben – das ist weit mehr als bei starker Hitze oder einem Unfall auf ihn einwirkt. Kommt es zu einem schweren Stoß, öffnen sich die Sicherheitsventile und das Gas wird abgeblasen. Die Gefahr einer Explosion ist keinesfalls größer als bei herkömmlichen Autos, dies haben auch Tests des ÖAMTC und ADAC bestätigt.

Der TÜV Bayern verleiht dem Erdgas-Auto in seiner Broschüre das Gütesiegel: "So sicher wie ein Benziner oder Diesel".

Erdgas im Tank

Derzeit ist CNG in Österreich an rund 170 öffentlichen Tankstellen erhältlich. Damit ist eine problemlose Erdgasfahrt durch Österreich möglich. Auch viele Betriebstankstellen versorgen ihre jeweiligen Fahrzeugflotten mit dem alternativen Treibstoff.

Bisher galt ein relativ weitmaschiges Tankstellennetz als größte Hemmschwelle für die Entscheidung zum Erdgasauto. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 mindestens 20 % des Kraftstoffverbrauches nicht mehr aus Erdöl kommen soll. Da die Umweltziele mit Elektrofahrzeugen allein in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht erreicht werden können, setzen Regierungen auch auf Erdgas (komprimiert = ‘ CNG‘, verflüssigt = ‘LNG‘), bzw. Biogas, welches auf die Qualität von Erdgas aufbereitet werden kann.

So unterstützt die OMV die Verbreitung des umweltfreundlichen Kraftstoffes.

Mit Erdgas bei den Nachbarn unterwegs

Auch Österreichs unmittelbare Nachbarn Deutschland, Italien, Tschechien und die Schweiz bieten ein Erdgastankstellennetz oder bauen es auch noch weiter aus. Die Italiener (mit rund 1 Mio. Erdgasfahrzeugen) arbeiten daran, die derzeit rund mehr als 1.000 Erdgastankstellen weiter stark auszubauen und auch Tschechien verdichtet das Netz nach Kräften. In Deutschland gibt es an rund 900 öffentlichen Stationen Erdgas - als Treibstoff steuerlich gefördert.

Erstklassige Qualität: Die OMV gibt Gas

Die OMV bietet in Österreich ausschließlich H-Gas Qualität. Das H steht für "high", also hochqualitatives Gas. Der Brennwert macht den Unterschied: Jener von H-Gas ist deutlich höher als der von L-Gas ("Low"). Zum Vergleich: H-Gas hat einen Brennwert von ca. 11,3 kWh/m³, L-Gas von ca. 9,5 kWh/m³.

Gas ist nicht gleich Gas

Auch beim Kraftstoff Gas gibt es große Unterschiede: So fahren zum Beispiel die Linienbusse der Wiener Verkehrsbetriebe mit OMV Flüssiggas, auch als Propan und Butan bekannt. Flüssiggas fällt bei der Rohöldestillation in der Raffinerie an. Im Gegensatz zu dem natürlichen Erdgas ist es schwerer als Luft, verflüchtigt sich langsamer und ist leichter entzündbar. Der Bestand der Flüssiggastankstellen in Österreich ist vernachlässigbar. Handelsübliche Flüssiggas-Autos dürfen auf keinen Fall mit Erdgas betrieben werden. Übrigens: Die OMV Tankstellen verkaufen zum überwiegenden Teil Erdgas aus heimischen Quellen.

Umsteigen und langfristig sparen

Prinzipiell kann jeder Otto-Motor mit Erdgas betrieben werden. Daneben bietet die Autoindustrie bereits eine Reihe serienmäßig gefertigter NGVs (Natural Gas Vehicles), die entweder monovalent (ausschließlich mit Erdgas) oder bivalent (mit Erdgas und Benzin) betrieben werden. Hier sind die Erdgastanks unterflur angebracht und stellen keinen Platzverlust mehr dar. Die geringfügigen Mehrkosten sind nach kurzer Zeit durch die günstigeren Kraftstoffpreise und vor allem den geringeren Verbrauch wieder ausgeglichen.

Erdgasfahrzeuge der neuen Generation

Auf Grund der steigenden Zahl an Erdgasfahrern ist auch die Autoindustrie bemüht neue und verbesserte NGV's (Natural Gas Vehicles) anzubieten.

Optimierte Motoren mit Abgasturbolader und Kompressor sorgen für optimalen Fahrspaß bei geringem Verbrauch (zB. zw. 3 und 4 kg/100 km) und Schadstoffausstoß.

Mit Frischluft parken

Grundsätzlich dürfen Sie mit Ihrem Erdgasauto überall dort parken, wo auch herkömmliche Autos stehen – in den meisten Bundesländern ist das Parken von Erdgasautos in öffentlichen Tiefgaragen erlaubt. Wenn Sie den Bau einer eigenen Hausgarage planen, ist es wichtig, für ausreichende Durchlüftung zu sorgen. Die geltenden Vorschriften finden Sie in der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Weitere Informationen erteilt die zuständige Landesregierung.

Fahrzeugdokumente und technische Überprüfungen

Wenn man in Österreich mit einem Erdgasauto unterwegs ist, muss man ein so genanntes Betriebsbuch mitführen. Damit ist ein Dokument gemeint, das folgende Inhalte aufweist:

  • Funktionsbeschreibung und technische Daten
  • Bedienungs-, Betriebs- und Wartungshinweise bzw. -Anforderungen
  • Hinweis zur Führung dieser Betriebsvorschrift
  • Hinweis auf wiederkehrende technische Überprüfungen
  • Anleitung bezüglich Verhalten bei auftretenden Gasgeruch
  • Hinweis auf die Zuständigkeiten für Reparaturen und bauliche Veränderungen
  • Bestimmungen betreffend der der Vorgangsweise bei Außerbetriebnahme des Kraftfahrzeuges

Dieses Betriebsbuch muss vom Fahrzeughersteller übergeben werden bzw. von dem Unternehmen, das den Einbau des CNG-Tanks durchgeführt hat.

Die Überprüfung der Erdgasfahrzeuge nach § 57a unterscheidet sich kaum von der Überprüfung eines herkömmlichen Fahrzeuges. Die bis vor kurzem notwendige Dichtheitsprobe des Gastanks ist nicht mehr erforderlich, da diese an den Tankstellen bei der Betankung automatisch durchgeführt wird.

Unabhängig von der § 57a Überprüfung ist nach spätestens 36 Monaten eine visuelle Prüfung der Gastanks im eingebauten Zustand erforderlich. Bei Auffälligkeiten ist der Prüfer angewiesen, die Tanks auszubauen und genau zu kontrollieren.

Die zehnjährige Überprüfung von Erdgastanks gibt es in dieser Form nicht mehr, sie gilt allerdings weiterhin für flüssiggasbetriebene Fahrzeuge.

Parken in Tiefgaragen

Das Verbot von "Gasfahrzeugen" bei öffentlichen Tiefgaragen zielt auf Flüssiggasfahrzeuge ab, weil Flüssiggas schwerer ist als Luft. Mit Erdgasfahrzeugen darf daher in Tiefgaragen (z.B. Apcoa, Wipark) grundsätzlich geparkt werden, allerdings gibt es (leider auch in Österreich) länderspezifische Gesetze, die unterschiedlich formuliert sind. Die Beschilderung an einer Garageneinfahrt ist auch privatrechtlich zu beachten: Jeder Garagenbesitzer kann für seinen Bereich ein Verbot aussprechen. Vor der Fahrzeuganschaffung ist es daher empfehlenswert, diese Frage mit dem jeweiligen (Haus-) Garagenbetreiber abzuklären, und ihn auf die grundsätzliche Erlaubnis aufmerksam zu machen.

Selbstbedienung am Zapfhahn

Entsprechend der VBV (Versandbehälterverordnung) ist die Selbstbetankung von Erdgasfahrzeugen in Österreich grundsätzlich erlaubt. Bitte beachten Sie in jedem Fall die Hinweisschilder an den Tankstellen!