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Von Babywindel bis Stoßstange: Der Kunststoff von morgen

Bei Kunststoff geht es in Richtung leichter, härter, widerstandsfähiger – mit dem klaren Fokus umweltschonend und nachhaltig zu produzieren. Für den wachsenden Markt, der auch die Automobilindustrie erreicht hat, arbeiten Forscherinnen und Forscher an passenden Lösungen. Bevor man als Autofahrerin oder Autofahrer den Schlüssel im Zundschloss umdrehen kann, ist also schon viel zuvor passiert. Zum Beispiel bei Borealis.

Es gibt ein paar Dinge, die stimmen müssen, bevor der Kunststoff ins Auto darf. Das beginnt beim Gewicht. Denn der Trend geht zu leichteren Autos, die weniger Energie verbrauchen. Eine Stoßstange aus Kunststoff muss also wenig wiegen und trotzdem viel aushalten. Und gerade im Inneren eines Autos sollte Kunststoff auch noch schön aussehen, sich angenehm anfühlen und: möglichst geruchlos sein. „Niemand will sich in ein Auto setzen, dass nach Kunststoff riecht“, sagt Doris Machl. Sie ist Chemikerin und Innovation Project Manager bei Borealis, einem der weltweit führenden Kunststoffhersteller, an dem die OMV mit 36 Prozent beteiligt ist.

Für die Frontstoßstange der BMW 3er Serie hat Borealis mit dem Autohersteller gemeinsam einen neuartigen besonders leichten Kunststoff entwickelt. Die Anforderungen an Kunststoff sind hoch und je nach Verwendung sehr unterschiedlich. Allein der europäische Markt produzierte 2013 über 57 Millionen Tonnen. Die weltweite Produktion ist seit 50 Jahren kontinuierlich gewachsen und im Jahr 2013 auf 299 Millionen Tonnen gestiegen.

Fokus Autos und Verpackungen

Doris Machl und ihre Kolleginnen und Kollegen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sind bei Borealis dafür zuständig, Kunststoff-Eigenschaften je nach Anwendungsbereich zu optimieren. Als Projektleiterin ist es ihr Job, neue Ideen so effizient wie möglich auszutesten und umzusetzen. Dabei ist es wichtig, im Projektteam Personen aus Produktion, Marketing&Sales und Forschung zu haben. Neben Linz wird auch an Standorten in Finnland, Frankreich und Schweden geforscht und entwickelt. In Linz ist mit dem Innovation Headquarter der größte Forschungsstandort von Borealis. 350 Expertinnen und Experten aus 30 Ländern forschen hier, schwerpunktmäßig an Produkten für die Verpackungs- und die Automobilindustrie.

In jedem Golf VII stecken 23 Kilogramm Borealis. Aber auch Babytrinkfläschchen und Windeln oder Kabelummantelungen und Rohre werden aus Borealis Kunststoff-Rohstoffen hergestellt.
Doris Machl, Chemikerin und Innovation Project Manager bei Borealis

Neues Material, nachhaltige Nutzung

Im Innovation Headquarter in Linz werden zum Beispiel Folien unterschiedlich starkem Zug und verschiedenen Temperaturen ausgesetzt.

„Wir versuchen immer wieder neue Ansätze zu finden, um Spezialprodukte zu entwickeln“, sagt Borealis-Chemikerin Doris Machl. „In Linz können wir Echtbedingungen, denen ein Material ausgesetzt sein wird, im Kleinstmaßstab simulieren, bevor wir damit in unsere Pilotanlangen und dann im Idealfall in die Produktion gehen.“ In der Automobilindustrie verdrängen zum Beispiel Faser-Kunststoff-Verbunde zusehends andere Materialien. Im Vorjahr erhielt Borealis mit ihrem Kooperationspartner, dem Kompetenzzentrum Holz, für ein neuartiges Material den oberösterreichischen Landespreis für Innovation. „Das Gemisch aus Kunststoff und Holzfaser ist robust, leicht und hat die idealen Eigenschaften, um in den Autos von morgen verarbeitet zu werden“, erklärt Doris Machl.

Angesichts der steigenden Produktion wird auch Nachhaltigkeit ein immer größeres Thema in der Forschung. Produkte bestmöglich recyclebar zu machen, ist dabei ein wesentlicher Fokus. 2012 wurden laut dem Kunststoffindustrieverband PlasticsEurope, dem auch Borealis angehört, 26 Prozent des anfallenden Plastikmülls recycelt und weitere 36 Prozent zur Energiegewinnung genutzt.

Mehr als Handelspartner: OMV und Borealis

In den vergangenen Jahren hat Borealis konsequent Gewinne gemacht. Im Vorjahr stand ein Nettogewinn von EUR 571 Millionen unterm Strich. Davon, dass die Geschäfte gut laufen, profitiert auch die OMV. Denn seit 1998 ist sie an Borealis beteiligt, seit zehn Jahren mit 36 Prozent. Den Mehrheitsanteil hält die International Petroleum Investment Company (IPIC) mit Sitz in Abu Dhabi. Allein im ersten Halbjahr 2015 konnte Borealis EUR 176 Millionen zum Ergebnis der OMV beitragen.

Die beiden Konzerne sind aber nicht nur über die Anteile der OMV miteinander vernetzt sondern auch Handelspartner. Die OMV beliefert Borealis mit Ethylen und Propylen – den Rohprodukten, aus denen die Borealis Kunststoff erzeugt. An den Standorten in Schwechat bei Wien und Burghausen in Bayern, haben beide Unternehmen Produktionsstandorte. Im Herbst wurde der Handelsvertrag um weitere elf Jahre verlängert.

Factbox Borealis

  • Borealis wurde 1994 gegründet und war anfangs vor allem im Norden Europas verankert. Der Name Borealis referenziert auf die Aurora Borealis, das Nordlicht.
  • Das erste Headoffice war in Kopenhagen. Heute ist der Hauptsitz in Wien.
  • Mehr als 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, 1690 davon in Österreich
  • Produktionsstandorte in Österreich, Belgien, Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien, Niederlande, Schweden, USA, Brasilien
  • Kundinnen und Kunden in 120 Ländern
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