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Unter die Lupe genommen: World Energy Outlook 2016

Wie werden die globalen Energiemärkte 2040 aussehen? Wie wirkt sich das 2015 in Paris unterzeichnete UN Klimaabkommen aus? Und brauchen wir morgen überhaupt noch Erdöl und Erdgas? Der World Energy Outlook 2016 gibt Antworten und beleuchtet Szenarien zur weltweiten Energieversorgung.  

Der globale Energiebedarf wird weiter wachsen

„Der World Energy Outlook 2016 ist besonders interessant, weil die aktuellsten Entwicklungen aus dem UN Klimaschutzabkommen und deren Umsetzungsschritte eingearbeitet wurden.“ sagt Christoph Lewisch, OMV Experte für Energy Economics. In ihrem Hauptszenario, dem „New Policies Scenario“ geht die International Energy Agency (IEA) von einer Umsetzung der bereits vor Paris versprochenen nationalen Energie- und Klimaziele aus. Das „450 Scenario“ geht noch weiter und zeigt einen stark dekarbonisierten Energiemarkt, in dem das Hauptziel, welches sich der Staatenbund im UN Klimaabkommen auferlegt hat, auch tatsächlich umgesetzt wird: die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius. „Dieses Szenario ist derzeit weit weniger wahrscheinlich, aber mindestens genauso interessant, denn es zeigt den Weg, den es braucht um die Ziele aus dem Klimaschutzabkommen zu erreichen und ist damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Energiewirtschaft.“

Erdöl und Erdgas bleiben weiterhin das Rückgrat der weltweiten Energieversorgung und werden gemeinsam über die Hälfte des Energiebedarfes decken. Allerdings wird es eine deutliche Verschiebung von Öl hin zu Gas geben.

Aber welches Szenario man auch heranzieht, ein Bild zieht sich durch, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen: „Der Weltenergiebedarf wird bis 2040 weiter wachsen und zwar um über 30 % – und um dieses Wachstum zu erreichen, wird es alle Energieträger brauchen.“ Mit 78 % werden Erneuerbare Energien am stärksten wachsen. Doch Erdöl und Erdgas bleiben weiterhin das Rückgrat der weltweiten Energieversorgung und werden gemeinsam über 50% des Energiebedarfes decken. Allerdings wird es eine deutliche Verschiebung von Öl hin zu Gas geben. Kohle hingegen wird stark zurückgedrängt werden.

Erneuerbare und Erdgas sind die Gewinner

Unterm Strich sind im World Energy Outlook 2016 Erneuerbare Energien, Kernenergie und Erdgas die Gewinner im zukünftigen Energiemix. Warum das so ist, erklärt uns Christoph Lewisch so: „CO2-Reduktion ist ein großes Thema, nicht erst seit Paris. Dabei spielen Erneuerbare Energien, vor allem Wind und Sonne, eine große Rolle. Diese Energieträger sind aber nicht 100% zuverlässig, was die Verfügbarkeit betrifft. Wenn die Sonne nicht scheint, und der Wind nicht weht, dann braucht es Energien, die diese Schwankungen ausgleichen können. Das war in der Vergangenheit oft Kohle, doch die hat in den vergangenen Jahren an Attraktivität eingebüßt. Erdgas jedoch ist unter den fossilen Energieträgern der sauberste und somit als idealer Partner für Erneuerbare gut geeignet.“

Auch die OMV Strategie geht davon aus, dass der Energie-Mix der Zukunft breiter und vielfältiger sein wird. Wir sind in weiterhin wachsenden Marktsegmenten, wie dem Gasbereich, der Petrochemie oder der Luftfahrt schon heute gut positioniert und bauen diese Segmente kontinuierlich aus. Darüber hinaus sind wir mit unserem Tankstellengeschäft in Mittel- und Südosteuropa stark vertreten. In dieser Region ist ein höheres Wirtschafts- und Transportleistungswachstum zu erwarten, was auch unserem Geschäftsmodell zugutekommt.

Für uns steht aber auch fest, dass wir an Zukunftsenergien wie z.B. Wasserstoff arbeiten. „In der Forschung widmen wir uns der Gewinnung von Wasserstoff aus Biomasse oder durch künstliche Fotosynthese.“ erklärt Wolfgang Ernst, aus der Strategieabteilung. In Auersthal (Niederösterreich) betreibt die OMV ein wind2hydrogen Projekt. Die Pilotanlage wandelt Strom aus Windkraft in Wasserstoff um und speist diesen ins Erdgasnetz ein, um ihn dort zu speichern oder als Kraftstoff an unsere Wasserstofftankstellen zu liefern. Echte Zukunftsmusik wird im Christian Doppler Institut für Erneuerbare Synthesegas-Chemie in Cambridge geschrieben, wo die OMV das Team um Dr. Erwin Reisner unterstützt, welches an einer Methode arbeitet, um künftig Wasserstoff aus Sonnenlicht zu erzeugen.

Eine Welt ganz ohne Erdöl und Erdgas können wir uns allerdings schwer vorstellen, ist das doch das Kerngeschäft der OMV. Und auch der World Energy Outlook 2016 bestätigt, dass man mittelfristig nicht ohne Erdöl und Erdgas auskommen wird, um den globalen Energiebedarf decken zu können.

Investitionen auch in der Ölforderung nötig

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Blick auf die Verteilung der Investitionen – insgesamt 44 Billionen USD sind bis 2040 nötig um die globale Energieversorgung sicher zu stellen. Auch hier ist ein deutlicher Trend erkennbar: während die Investitionen in die Öl- und Gasförderung zurückgehen, wird ein wachsender Anteil auf saubere Energien fallen, obwohl die Kosten für Technologien im Bereich Erneuerbare in den kommenden Jahren weiter sinken werden. Das sagt die Langzeitprognose. Kurzfristig zeichnet sich ein anders Bild ab: Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes wurde in den vergangenen zwei Jahren in der Ölbranche so wenig investiert wie seit den 1950er Jahren nicht mehr. Wenn die Investitionsentscheidungen 2017 das dritte Jahr in Folge niedrig bleiben, werden die verfügbaren Barrels das Angebot nach Rohöl in einigen Jahren kaum decken können. Ein Anstieg des Ölpreises und der Start eines neuen Investitionszykluses können die Folge sein.

COP21 ist nicht genug

Es liegt in der Natur eines „Outlooks“ von Variablen und Unsicherheiten begleitet zu werden, vage zu bleiben und sich nicht festnageln zu lassen. Doch in einer Sache legt sich der World Energy Outlook 2016 eindeutig fest: Das Klimaschutzabkommen von Paris wird das globale Energiesystem auf Jahrzehnte hinaus verändern und es wird die Entwicklungen der vergangenen Jahre Richtung C02-Reduktion beschleunigen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Treibhausgase einzusparen. Das geht in der Energieerzeugung mit Erdgas genauso wie mit Biotreibstoffen oder Wasserstoff und in der Verwendung mit neuen Verfahren wie mit Energieeffizienz.

Laut World Energy Outlook 2016 sind die Länder auf dem besten Weg, viele der Ziele zu erreichen, manchmal sogar zu übertreffen. Das wird das Wachstum der CO2-Emmissionen durch die Energieerzeugung auf 0,5 % pro Jahr reduzieren, bedeutet aber immer noch einen Anstieg. Selbst wenn alle Länder sich an die unverbindlichen Zusagen halten, wird das nicht reichen, um die Erderwärmung auf 2°C zu beschränken. Dafür braucht es in Zukunft viel weitreichendere Maßnahmen.

„Es gibt viele Möglichkeiten, Treibhausgase einzusparen. Das geht in der Energieerzeugung mit Erdgas genauso wie mit Biotreibstoffen oder Wasserstoff und in der Verwendung mit neuen Verfahren wie mit Energieeffizienz. Man wird die globale Energiebedarf nicht sofort auf Erneuerbare Energien umstellen können, sondern schrittweise. Deshalb müssen alle sinnvollen Maßnahmen dazu beitragen ein Optimum zu erreichen.“, ist sich Wolfang Ernst sicher.

Fest steht, dass eine Einschränkung des CO2-Ausstoßes langfristig für unsere Branche massive Änderungen mit sich bringen wird. Fest steht aber auch, dass es eine gemeinsame Anstrengung von Politik, Unternehmen verschiedenster Branchen brauchen wird, um das Klimaabkommen umzusetzen – bis hin zum Umdenken der Endkonsumenten, also jedes einzelnen von uns.

Hintergrundinformation zum World Energy Outlook

Der World Energy Outlook ist ein Standardwerk unserer Branche und wird nicht nur von der OMV, sondern von allen namhaften Experten der Energiewirtschaft jedes Jahr mit Spannung erwartet. Er beleuchtet verschiedene Szenarien, die eine gute Bandbreite an fundierten Analysen für Entwicklungen der Energiemärkte bis ins Jahr 2040 abdecken.

Im November veröffentlicht die International Energy Agency den World Energy Outlook, das erste Mal 1977, also vor knapp 40 Jahren. Seitdem hat sich das Tempo, mit dem sich unsere Branche entwickelt, rasant zugenommen – und damit auch die Erwartungen an den World Energy Outlook. Anfänglich ist der Report alle paar Jahre erschienen, mittlerweile ändert sich die Welt und damit auch die Energiebranche allerdings so dynamisch, dass es selbst für ein jährlich erscheinendes Medium einigermaßen herausfordernd ist, am letzten Stand zu sein.

Um auf kurzfristige Entwicklungen und Marktänderungen rasch reagieren zu können, ziehen Öl- und Gasunternehmen deshalb Analysen diverser Institutionen heran, die dann intern interpretiert, diskutiert, bewertet und dann zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

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