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Horizontalbohrung: Geradlinig quergedacht

Da ist diese vielversprechende Lagerstätte. Das sagen diejenigen, die es wissen müssen – die Geologinnen und Geologen, deren Fachbereich unter der Erde liegt. An der Oberfläche genau über der Lagerstätte steht aber ein Dorf. Nun gilt es einen Weg zu finden, die Lagerstätte zu erreichen ohne das Dorf zu beeinträchtigen. Vorsichtig und dennoch wirtschaftlich. Jetzt sind die Querdenker dran!

„Der klassische Weg ist, senkrecht von oben in eine Lagerstätte zu bohren. Wenn das nicht möglich ist, haben wir die Möglichkeit einer Horizontalbohrung“, so Neal Whatson, OMV Head of Well Engineering. So sind es zum Beispiel Geländebedingungen, die es manchmal nicht erlauben, an Ort und Stelle einen Bohrturm aufzustellen. Mit der horizontalen Bohrtechnik gelingt es, einfach unterirdisch zum gewünschten Zielort zu gelangen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob an Land oder auf hoher See gebohrt wird.

Mehr breit also hoch

Aber nicht nur das Gelände an der Erdoberfläche ist für die Wahl der Bohrungsmethode entscheidend, auch die unterirdischen Gegebenheiten haben einen maßgeblichen Einfluss. Manchmal ist die Gesteinsschicht in der sich das Erdöl oder Erdgas befindet horizontal zwar flächig ausgedehnt – also breit und groß – aber dafür nach oben hin sehr schmal. Führt man also eine klassische senkrechte Bohrung durch, „erwischt“ man vielleicht nur ein paar Meter der ölführenden Schicht. Die Förderung wäre wohl kaum wirtschaftlich. Mit der Methode der Horizontalbohrung, kann man Herausforderungen wie Strömungswiderstand oder Fließgeschwindigkeit besser berücksichtigen oder sogar nutzen. Die Folge ist, dass man mit weniger Bohrungen eine ergiebigere Produktion hat.

Ich gehe so weit zu behaupten, beim horizontalen Bohren gehören wir zu den Weltmeistern! Denken, wir z.B. an Suplac, die Bohrung Feldentwicklung in Rumänien 2011. Damit setzten wir einen Weltrekord mit 3 Horizontalbohrungen in einer Tiefe von weniger als 200 m. Und auch in Norwegen mit der neuen Offshore-Bohrung Wisting stellten wir erst kürzlich einen neuen Rekord aus.
Neal Whatson, Head of Well Engineering at OMV

Um die Ecke bohren

Wie bitteschön bohrt man um die Ecke? Jedenfalls macht man das nicht mit herkömmlichen Bohrmethoden, bei denen das Bohrgestänge als Ganzes rotiert. Aber wie denn dann? Mit einem Untertagemotor der den Bohrmeißel antreibt und einem integrierten Kniestück oder einem Richtbohrwerkzeug („Rotary Steerable System“ – RSS), das den Bohrmeißel in die gewünschte Richtung lenkt, wird quasi um die Ecke gebohrt. „Und weil wir ja unten nicht reinschauen können, machen das Messgeräte für uns. Sie geben uns Informationen über Richtung und Neigung des Meißels. Wir haben oben dann die Möglichkeit, den Verlauf der Bohrung entsprechend anzupassen.“, so Neal Whatson.

Besonders beeindruckend ist diese Art der Bohrung, wenn sie in herausfordernden Umgebungen wie der Barentsee stattfinden. Mit der Bohrung Wisting Central II wurde 2016 sogar ein Bohr-Rekord aufgestellt – die seichteste horizontale Offshore Bohrung mit einem schwimmenden Bohrturm. Klingt beeindruckend, ist es auch. Aber sehen Sie selbst:

Factbox: Wisting Central II Bohrung

Die Wisting Central II Bohrung ist die erste Horizontalbohrung in der Barentssee und setzt einen neuen Rekord. Sie ist die seichteste Horizontalbohrung, die bisher von einer schwimmenden Bohranlage auf hoher See durchgeführt wurde. Die Wassertiefe an der Wisting Lokation liegt bei 402 Metern. Die Bohrung startete vertikal und wurde erfolgreich innerhalb von 250 Metern in eine horizontale Lage gesteuert. Die Gesamtlänge der Bohrung beträgt 2.354 Meter, der horizontale Abschnitt 1.402 Meter. Während der gesamten Horizontalphase wurden geophysikalische Messungen durchgeführt und umfangreiche Daten erhoben. Die Bohrung wurde von der Bohranlage Transocean Spitsbergen am 15. Jänner 2016 abgeteuft und der Produktionstest Ende März abgeschlossen.

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