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Erdgasspeicher: Die Natur ist der beste Baumeister

Es wird bereits merklich kühler, die Regentage häufen sich, der Erdgasverbrauch beginnt kontinuierlich zu steigen. Denn mit Erdgas wird nicht nur gekocht, sondern auch geheizt. Und Strom erzeugt. Um in den Wintermonaten den Bedarf zu decken, braucht es allerdings Erdgas „auf Lager“. Die Natur hat dafür großartige Arbeit geleistet und zwei Arten von Speichern geschaffen. Welche das sind und wie das Gas in hunderten Metern Tiefe gespeichert und wieder entnommen wird, erzählt uns Erich Holzer.

Der Gasverbrauch hängt von vielen Faktoren ab. Vom Wetter, der Temperatur, der Tageszeit, aber auch von der Jahreszeit. Während im Sommer relativ wenig Erdgas verbraucht wird, steigt der Bedarf im Winter stark an und ist bis zu sechsmal höher. Ein großer Anteil der Haushalte heizt in Europa mit Erdgas. In Österreich heizt rund jeder vierte Haushalt mit Gas, in Deutschland sogar jeder zweite. Erdgas ist damit das am meisten verbreitete Heizsystem in deutschen Haushalten. Die meisten Länder können den Verbrauch jedoch nicht komplett durch Eigenförderung abdecken. Erdgas muss daher via Pipelines importiert werden. „Erdgas wird über das ganze Jahr in etwa gleichen Mengen gefördert und vom Erdgasfeld zu den Endabnehmern transportiert. Demzufolge gibt es in den Sommermonaten ein Überangebot an Erdgas, das den höheren Bedarf in den Wintermonaten ausgleicht“, erklärt Erich Holzer, Geschäftsführer OMV Gas Storage GmbH. Doch dafür muss es erst mal gespeichert werden. Und für diese Speicherung greift man auf geologische Gegebenheiten der Natur zurück: auf Poren- und Kavernenspeicher.

Frühere Gaslagerstätten können heute als Speicher verwendet werden. Dort, wo die Natur über Jahrmillionen Gas sicher gespeichert hat, kann man es heute wieder lagern. Die Natur ist ja der beste Baumeister.
Erich Holzer, Geschäftsführer OMV Gas Storage GmbH

Ein stabiler Schwamm: der Porenspeicher
 

Ausgeförderte Lagerstätten sind ideale, natürliche Speicher. In den Poren des Speichergesteins in einer Tiefe von bis zu 1.200 Metern wird Erdgas auf verschiedenen Ebenen, sogenannten Horizonten, gelagert. „Entgegen häufiger Meinung hinterlässt die Förderung von Erdgas keine Hohlräume im Untergrund. Erdgas ist nämlich in porösem Gestein, wie in einem steinernen Schwamm, gelagert. Beim Erdgasspeicher wird das poröse Gestein wieder mit dem gefüllt, was über 300 Millionen Jahre darin gespeichert war“, erklärt Erich Holzer. Nach oben dichtet eine geschlossene Gesteinsschicht die Speicher ab. Porenspeicher werden vor allem für eine langfristige Lagerung von Gasvorräten verwendet – vorwiegend also für den saisonalen Ausgleich. Welche Ausmaße ein Porenspeicher hat und wie er funktioniert, sehen Sie im folgenden Video am Beispiel Schönkirchen (Österreich) – dem größten Speicher der OMV.


Salz raus, Erdgas rein: der Salzkavernenspeicher

Den Pariser Eiffelturm könnte man in nur einer davon unterbringen. Im norddeutschen Etzel reihen sich jedoch ganze 73 Salzkavernen nebeneinander – durchschnittlich mit einer Höhe von rund 300 Metern und einer Breite von ca. 60 Metern. Aktuell werden hier 4,5 Mrd Kubikmeter Gas und über 10 Mio Kubikmeter Rohöl gelagert. „Bei der Gewinnung von Salz entstehen, wie im Salzstock von Etzel und anders als beim Porenspeicher, enorme Hohlräume. Über Bohrungen wird Wasser in die Steinsalzschichten eingeleitet und so das gelöste Salz anschließend an die Erdoberfläche gepumpt und weiterverarbeitet. Nach zwei bis drei Jahren entstehen so ‚Tanks‘, die sich durch ihre natürliche Dichtheit ideal als Speicher eignen“, erklärt Erich Holzer. Solche Kavernenspeicher können Erdgas schneller aufnehmen als Porenspeicher und eignen sich daher für den kurzfristigen Einsatz, wie zum Ausgleich von Bedarfsspitzen im Tagesverlauf.

Arbeitsteilung: Polster- und Arbeitsgas

Für das optimale Ein- und Ausspeichern von Erdgas bedarf es einen bestimmten Druck innerhalb des Speichers. „Den notwendigen Mindestdruck im Speicher hält das sogenannte ‚Polstergas‘, das permanent in den Kavernen bzw. im Porenspeicher verbleibt, um die Stabilität zu gewährleisten. Das ‚Arbeitsgas‘ hingegen ist das vom Kunden eingespeicherte Gas, das jederzeit ein- und wieder ausgespeichert werden kann“, so Erich Holzer. Der Winter kann also kommen – denn dank Poren- und Salzkavernenspeicher muss auch in der kalten Jahreszeit niemand zittern.

Factbox: Erdgasspeicher

  • Erdgasnachfrage in Europa: rund 500 Milliarden Kubikmeter
  • Die wichtigsten Erdgaslieferanten für Europa sind Norwegen und Russland
  • OMV Speichervolumen von fast drei Mrd Kubikmeter Erdgas:
  • Österreich: 2,2 Mrd m3 in Porenspeichern
  • Deutschland: 475 Mio m³ in Kavernenspeichern
  • OMV deckt mit ihrer Infrastruktur mehr als ein Viertel des Österreichischen Gasjahresverbrauchs ab, das entspricht rund 2 Mio Haushalten, die ein Jahr lang mit Erdgas versorgt werden können.
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