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Die Energiewende aus Sicht von OMV CEO Rainer Seele

Die Weltbevölkerung nimmt zu. Mehr Menschen brauchen mehr Wohnraum, mehr Anbauflächen und auch mehr Energie. Doch wie kann der steigende Energiebedarf klimaschonend abgedeckt werden? CEO Rainer Seele gibt Antworten auf die Fragen der Energiewende und erklärt, welche Rolle die OMV dabei spielt.

Herr Seele, Öl und Gas sind ein zentraler Pfeiler des OMV Geschäfts. Welche Rolle werden diese Energieträger in Zukunft noch spielen?

Eine Zukunft ohne Erdöl und Erdgas ist aus derzeitiger Sicht nicht realistisch. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass Öl und Gas auch im Jahr 2040 noch über 50 Prozent der weltweiten Energieversorgung ausmachen.Insbesondere Erdgas wird noch längere Zeit unverzichtbar sein, weil es die kostengünstigste Alternative für mehr Energieeffizienz und weniger Treibhausgase ist. Wenn wir europaweit Kohle durch Erdgas ersetzen, könnten wir 15 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen einsparen. Im Strombereich wäre sogar eine Reduktion von 40 Prozent möglich. Das macht Erdgas zum idealen Partner für erneuerbare Energien. Erdgas ist verfügbar, leistbar, flexibel einsetzbar und umweltfreundlich. Insbesondere wenn Wind und Sonne als Energiequellen ausfallen, kann Erdgas die zuverlässige Grundversorgung sicherstellen.

Wie engagiert sich die OMV bei Erdgas?

Laut IEA wird Erdgas mit fast 30 Prozent des primären Energiebedarfs in Zukunft der wichtigste Energieträger in Europa sein. Unser Anspruch ist die nachhaltige Sicherung der Energieversorgung Europas. Wir erwarten, dass die europäische Gasproduktion in den nächsten Jahrzehnten sinkt, während der Gasbedarf selbst steigen wird. Um diese Lücke zu füllen, muss die bestehende europäische Produktion gestärkt werden, was entsprechende Investitionen erforderlich macht. Grundvoraussetzung dafür sind attraktive und langfristig stabile politische und regulatorische Rahmenbedingungen. Zum anderen müssen wir die Lieferung von zusätzlichem Erdgas nach Europa sichern. Dazu braucht es moderne, effiziente Infrastrukturen. Die OMV engagiert sich hier zum Beispiel durch die Finanzierung der Nord Stream 2 Pipeline, die wir als wesentlichen Bestandteil für die Versorgungssicherheit in Europa sehen.

Es steht außer Frage, dass wir auch als Erdöl- und Erdgasunternehmen der Umsetzung des Klimaabkommens verpflichtet sind. Wir meinen aber auch, dass ein gut funktionierendes Energiesystem nur durch einen ausbalancierten Energiemix getragen werden kann – ohne dass einzelne Energieträger oder Technologien von vorne herein ausgeschlossen werden.

Transport und Verkehr spielen im Zusammenhang mit der Energiewende eine wesentliche Rolle. Was kann ein Erdölunternehmen hier beitragen?

Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Gesellschaft, wir versorgen heute mehr als 100 Millionen Menschen mit unseren Kraftstoffen. Es steht außer Frage, dass wir auch als Erdöl- und Erdgasunternehmen der Umsetzung des Klimaabkommens verpflichtet sind. Wir meinen aber auch, dass ein gut funktionierendes Energiesystem nur durch einen ausbalancierten Energiemix getragen werden kann – ohne dass einzelne Energieträger oder Technologien von vorne herein ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang spielt die Bereitstellung von Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Die Tankstelle ist die Schnittstelle wo konventionelle Kraftstoffe genauso wie Erdgas, Wasserstoff oder Strom als Kraftstoff zu den Kundinnen und Kunden kommen. Ohne Infrastrukturen wird sich keine Technologie nachhaltig etablieren können. Ihr Ausbau muss in enger Abstimmung zwischen Automobil- und Energieindustrie erfolgen, um einen optimierte parallele Entwicklung von Angebot und Nachfrage zu gewährleisten.

Wie sieht die OMV die Zukunft der Mobilität?

Mit Investitionen in alternative Antriebsarten leistet die OMV einen wichtigen Beitrag und ist in vielen Bereichen in Vorleistung gegangen. Bereits vor mehr als zwanzig Jahren hat die OMV als erster Anbieter in Österreich eine Tankstelleninfrastruktur für Erdgasfahrzeuge geschaffen. Genauso stammen die ersten Wasserstofftankstellen im Land von der OMV. Und auch an der steigenden Verbreitung der Elektromobilität haben wir entscheidenden Anteil: Von der ersten Stunde haben wir an unseren Tankstellen Platz für Ladestationen gemacht, damit Elektrofahrzeuge unterwegs schnell wieder aufgeladen werden können. Neben unseren Investitionen in alternative Antriebsarten beschäftigen wir uns aber natürlich auch mit technischen Innovationen in unserem konventionellen Kraftstoffportfolio, zum Beispiel die Mitverarbeitung biogener Öle in der Kraftstoffproduktion, das sogenannte „Co-Processing“.

Welche Rahmenbedingungen sind aus Ihrer Sicht nötig, um die Energiezukunft Europas nachhaltig gestalten zu können?

Es muss gewährleistet sein, dass die Energieversorgung gerade auch in Anbetracht des höher werdenden Lebensstandards einer wachsenden Weltbevölkerung realistisch abdeckbar bleibt. Realitätsferne Zielsetzungen gefährden zum einen die Leistbarkeit für Bürger: Elektromobilität, zum Beispiel, wird sich nur dann flächendeckend durchsetzen, wenn die Autofahrerinnen und Autofahrer sich die Technologie auch leisten können. Überambitionierte Ziele schwächen aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft. Wenn dadurch dann die notwendigen Mittel für Investitionen und Infrastrukturen fehlen, werden sich neue Technologien nicht nachhaltig etablieren können. Hier müssen wir alle – Staat, Unternehmen und Bürger – zusammen arbeiten, um die Ziele eines CO2-effizienten Energie- und Wirtschaftssystems zu erreichen.

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