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Nachhaltigkeitsziele & Commitments

Wir wollen eine nachhaltige Welt mitgestalten – eine Welt, die für alle lebenswert ist. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stehen im Mittelpunkt unserer Konzernstrategie. Unser Ziel ist es, bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden, die Energiewende zu beschleunigen und den Übergang von einer linearen zu einer kreislauforientierten Wirtschaft proaktiv voranzutreiben. Wir bauen positive Beziehungen zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Lieferantinnen und Lieferanten, Gemeinden und anderen Interessengruppen auf, indem wir uns auch mit den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft befassen. Unser strategischer Rahmen für Nachhaltigkeitsthemen basiert auf den drei Säulen Umwelt, Soziales und Governance (Environmental, Social, and Governance; ESG).

Unsere Strategie 2030 wird durch diesen Nachhaltigkeits-Framework untermauert, wobei alle Geschäftsentscheidungen von unserem Ziel geleitet werden, ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Innerhalb dieses Frameworks für Nachhaltigkeitsthemen haben wir fünf strategische Schwerpunktbereiche festgelegt: Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Gesundheit und Sicherheit, Menschen und ethische Geschäftspraktiken. Für jeden dieser Schwerpunktbereiche haben wir konkrete Commitments, Ziele und Maßnahmen formuliert, die bis 2030 erreicht werden sollen und den Beitrag der OMV zur UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung darstellen.

Nachhaltigkeitsziele & Commitments im Detail

Commitments:

  • Die OMV verbessert laufend die CO2Effizienz ihrer Geschäftstätigkeit und ihres Produktportfolios. Die OMV hat sich dazu verpflichtet, die Energiewende zu unterstützen und zu beschleunigen, und möchte bis spätestens 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen werden.

Ziele 2025:

  • Reduzierung der CO2-Intensität unserer Geschäftstätigkeit (Scope 1) um ≥30% vs. 2010
  • Reduzierung der CO2-Intensität unseres Produktportfolios (Scope 3) um >6% vs. 2010
  • Mindestens 1 Mio t weniger Emissionen in CO2- Äquivalent in betriebenen Assets 2020–2025
  • Erreichen einer E&P-Methanintensität von 0,2% oder weniger

Ziele 2030:

  • Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um ≥30% vs. 2019
  • Reduzierung der Scope-3-Emissionen um ≥20% vs. 2019
  • Reduzierung der CO2-Intensität der Energieversorgung um ≥20% vs. 2019
  • Erreichen einer E&P-Methanintensität von 0,1% oder weniger
  • Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas so rasch wie möglich, jedoch spätestens bis 2030

Ziele 2040:

  • Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um ≥60% vs. 2019
  • Reduzierung der Scope-3-Emissionen um ≥50% vs. 20
  • Reduzierung der CO2-Intensität der Energieversorgung um ≥50% vs. 2019

Commitments:

  • Die OMV setzt sich für ein verantwortungsvolles Management natürlicher Ressourcen ein und wird den Übergang von einer linearen zu einer kreislauforientierten Wirtschaft proaktiv vorantreiben. 
  • Ziel der OMV ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, indem sie die Verschmutzung von Wasser und Boden verhindert, Emissionen reduziert, natürliche Ressourcen effizient nutzt und eine Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt vermeidet. 

Ziele 2025:

  • Verdreifachung der Menge an recycelten Polyolefinen auf 350 kt/J
  •  Steigerung der Wiederverwendung und des Recyclings von Abfällen aus der Geschäftstätigkeit
  • Reduzierung des Frischwasserverbrauchs

Ziele 2030:

  • Produktion von nachhaltigen Polyolefinen (einschließlich recycelter und biobasierter Polyolefine) im Ausmaß von rund 2.000 kt/J
  • Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen durch Senkung der Öl- und Gasproduktion auf unter 400 kboe/d und durch Verringerung des Rohöldestillationsdurchsatz um 2,6 Mio t
  • Steigerung der Wiederverwendung und des Recyclings von Abfällen aus der Geschäftstätigkeit
  • Reduzierung des Frischwasserverbrauchs

Commitments: 

  • Gesundheit und Sicherheit haben bei allen Tätigkeiten oberste Priorität. Die OMV hat sich dem proaktiven Risikomanagement verschrieben, um ihre HSSE-Vision „ZERO harm – NO losses“ zu verwirklichen. 

Ziele 2025:

  • Erreichen einer Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) von rund 1,0 pro 1 Mio Arbeitsstunden 
  • Keine Arbeitsunfälle mit Todesfolge 
  • Aufrechterhaltung der führenden Position bei der Prozesssicherheitsvorfallrate 

Ziele 2030:

  • Stabilisierung der Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) bei unter 1,0 pro 1 Mio Arbeitsstunden 
  • Keine Arbeitsunfälle mit Todesfolge 
  • Aufrechterhaltung der führenden Position bei der Prozesssicherheitsvorfallrate 

Commitments:

  • Die OMV bemüht sich um den Aufbau und Erhalt eines talentierten und kompetenten Expertenteams für internationales und integriertes Wachstum. Wir begrüßen unsere Verschiedenartigkeit und nutzen unsere Vielfalt an Gedanken und Erfahrungen als Katalysator für Wachstum und Kreativität. 
  • Die OMV setzt sich für eine faire Behandlung und Chancengleichheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und toleriert keinerlei Diskriminierung oder Belästigung jeglicher Art. 
  • Wir haben den UN Global Compact unterzeichnet, befürworten die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und unterstützen die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, indem wir eine Strategie sozialer Investitionen verfolgen, die auf lokale Bedürfnisse und die SDGs ausgerichtet ist. 
  •  Die OMV hat sich dazu verpflichtet, zu einem gerechten Wandel („Just Transition“) für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Standortgemeinden beizutragen und die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft zu berücksichtigen. 

Ziele 2025:

  • Erhöhung des Frauenanteils auf Führungsebene auf 25% 
  • Beibehaltung des hohen Anteils von 75% an Executives mit internationaler Erfahrung 
  • Schulung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des OMV Konzerns zum Thema Menschenrechte 
  •  Überprüfung des Beschwerdemechanismus für Communities an allen Standorten nach den UN-Wirksamkeitskriterien 

Ziele 2030:

  • Erhöhung des Frauenanteils auf Führungsebene auf 30% 
  • Mindestens 20% weibliche Vorstandsmitglieder (Stretch-Ziel 30%) 
  • Erhöhung des Anteils des internationalen Managements auf 65% 
  • Beibehaltung des Anteils von 75% an Executives mit internationaler Erfahrung 
  • Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl der jährlichen Lernstunden auf mindestens 30 Stunden pro Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter 
  • Verstärkte Unterstützung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung an unseren Hauptstandorten 
  • Durchführung von Menschenrechtsbewertungen in Hochrisikoländern für alle Geschäftstätigkeiten des OMV Konzerns und Entwicklung von Aktionsplänen alle fünf Jahre 
  • Mindestens 1% strategische soziale Investitionen pro Jahr (auf Basis des den Aktionärinnen und Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnenden Periodenüberschusses des vorangegangenen Jahres) bis 2030 

Commitments:

  •  Die OMV möchte an allen Standorten dieselben hohen ethischen Standards einhalten. Wir wollen uns das Vertrauen unserer Stakeholder verdienen, indem wir einen hohen Standard der Unternehmensführung einhalten und ein hohes Maß an Transparenz und Vorhersehbarkeit wahren. 
  • Die OMV hat sich zur Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung verpflichtet. Dies bedeutet, dass die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Dienstleistungen und Waren, die das Unternehmen zu kaufen beabsichtigt, berücksichtigt werden. 

Ziele 2025:

  •  Ein aktives Mitglied von TfS sein und Nachhaltigkeitsbewertungen für alle Lieferantinnen und Lieferanten durchführen, die >80% der Beschaffungsausgaben abdecken 
  • Einbindung von Lieferantinnen und Lieferanten, die 80% der Beschaffungsausgaben abdecken, und Bewertung ihres CO2-Fußabdrucks als Grundlage für die Definition und Durchführung gemeinsamer Initiativen zur Verringerung der CO2-Emissionen 
  • Förderung des Bewusstseins für ethische Werte und Prinzipien: Durchführung von persönlichen oder Online-Business-Ethics-Schulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 

Ziele 2030:

  • Ausweitung der Nachhaltigkeitsbewertungen auf alle Lieferantinnen und Lieferanten, die 90% der Beschaffungsausgaben abdecken 
  • Gewährleistung, dass alle Lieferantinnen und Lieferanten, die mehr als 80% der Beschaffungsausgaben abdecken, CO2-Reduktionsziele haben 

     

Klimawandel

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Die OMV betrachtet den Klimawandel als eine der derzeit größten globalen Herausforderungen und bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Bei der Entwicklung unserer Geschäftsstrategie und der Planung unserer betrieblichen Tätigkeiten berücksichtigen wir klimarelevante Risiken und Chancen. In dieser Hinsicht verbessert die OMV laufend die CO2- Effizienz ihrer Geschäftstätigkeit und ihres Produktportfolios und hat sich dazu verpflichtet, die Energiewende zu unterstützen und zu beschleunigen. Wir wollen bis spätestens 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen sein. 

Die OMV setzt auf Maßnahmen zur Optimierung ihrer betrieblichen Prozesse, zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Reduzierung des Abfackelns und Ablassens von Erdölbegleitgas sowie zur Verringerung der Methanemissionen durch Leckerkennung und Verbesserung der Anlagenintegrität. Im Sinne unseres Commitments zur Weltbank-Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“ werden wir das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis spätestens 2030 schrittweise einstellen. So haben wir beispielsweise im Jemen, einem unserer Standorte mit der höchsten Abfackelrate, im Dezember 2021 in den zentralen Verarbeitungsanlagen zwei Gasmotoren zur Stromerzeugung in Betrieb genommen. Die Gasmotoren werden zur Reduzierung des Abfackelns beitragen, da sie mit Gas betrieben werden, das zuvor abgefackelt wurde. Da sie überdies Dieselgeneratoren ersetzen, werden sich die Treibhausgasemissionen noch weiter verringern. Außerdem setzen wir zunehmend auf erneuerbare Energien, um unsere Anlagen zu betreiben. Im Jahr 2021 installierte Borealis seine erste Photovoltaik-Dachanlage zur Stromerzeugung für Produktionszwecke am Borealis Standort in Monza (Italien). Das Unternehmen hat außerdem langfristige Verträge über die Versorgung mit erneuerbaren Energien für seine Anlagen in Schweden und Belgien unterzeichnet. 

Ein Eckpfeiler unserer Klimastrategie ist die Erhöhung des Anteils an CO2-freien Produkten in unserem Produktportfolio sowie die Reduktion des Verkaufs fossiler Brennstoffe. Die Öl- und Gasproduktion wird bis 2030 auf unter 400 kboe/d sinken. 

Die OMV konzentriert sich auf hochwertige Raffinerieprodukte wie emissionsarme Premiumkraftstoffe und Ausgangssubstanzen für die chemische Industrie. Unser Ziel ist es, das Recycling von Polyolefinen zu erhöhen und die Produktion fossiler Polyolefine schrittweise durch die Produktion aus biogenen Rohstoffen zu ersetzen. Darüber hinaus planen wir, den Absatz von nachhaltigen und biobasierten Kraftstoffen und grünem Gas deutlich zu steigern und die Produktion erneuerbarer Energien auf rund 10 TWh zu erhöhen (einschließlich Erdwärme, Sonne und Wind). Wir wollen die Produktion von erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen chemischen Rohstoffen auf ca. 1,5 Mio t pro Jahr steigern, einschließlich der Produktion und Vermarktung von mindestens 700.000 t nachhaltiger Flugzeugtreibstoffe pro Jahr. 

So zum Beispiel produzieren und verwenden die OMV und die Austrian Airlines (AUA) in Österreich regionalen nachhaltigen Flugzeugtreibstoff (Sustainable Avia-tion Fuel; SAF). Die beiden Unternehmen vereinbarten für 2022 die Produktion und Verwendung von 1.500 t SAF. Durch den Einsatz von 1.500 t SAF bei der AUA werden rund 3.750 t CO2 eingespart. Das entspricht den CO2-Emissionen von 333 Wien-London-Flügen mit einem typischen Kurz- und Mittelstreckenflugzeug der AUA (Airbus A320). 

Unsere Klimaziele können nur mit beträchtlichen Anstrengungen und großem Kapitaleinsatz erreicht werden. Der OMV Konzern hat dafür Investitionen von mehr als EUR 13 Mrd vorgesehen. Alle Geschäftsbereiche werden bei dieser Umgestaltung auf ihren jeweiligen Stärken und Fachkenntnissen aufbauen.

Im Jahr 2021 erhielt die OMV zum sechsten Mal in Folge ein herausragendes CDP-Klimaschutz-Rating von A– (Leadership). Damit ist die OMV eines von 20 Unternehmen im globalen Öl- und Gassektor mit Leadership-Status und unter den besten 7 Unternehmen aller Branchen in Österreich.

     

 Performance im Bereich Geschäftsgrundsätze und soziale Verantwortung

Die OMV ist Unterzeichnerin des UN Global Compact und verfügt über einen Code of Business Ethics, der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bindend ist. Ob-wohl wir unseren Hauptsitz in Österreich haben – einem Land mit hohen Geschäftsethikstandards –, sind wir in mehreren Staaten im Mittleren Osten, in Nordaf-rika, Asien-Pazifik sowie Mittel- und Osteuropa tätig, die der Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index; CPI) von Transparency International als Hochrisikoländer einstuft. Wir bemühen uns, branchenspezifische Bestechungs- und Korruptionsrisiken zu vermeiden. Auch unsere Reputation ist uns sehr wichtig. Deshalb legen wir größten Wert darauf, die einheitliche Einhaltung unserer Geschäftsethikstandards überall sicherzustellen, wo wir tätig sind. Die Einhaltung von Ethikstandards ist ein nicht verhandelbarer Wert, der vor allen Geschäftsinteressen Priorität hat. Die absolute Verbindlichkeit dieses Ziels gilt auf allen Ebenen der OMV – vom Topmanagement bis zu den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Von unseren Geschäftspartnerinnen und -partnern erwarten wir dasselbe Verständnis von und dieselbe Verpflichtung zu ethischen Standards. Jede geschäftliche Aktivität, von der Planung der Geschäftsstrategie bis zum Tagesgeschäft, wird an der Einhaltung von Ethikstandards wie dem Code of Conduct und dem Code of Business Ethics gemessen. 


Eine spezielle länderübergreifende Compliance-Organisation stellt die konzernweit einheitliche Einhaltung der OMV Standards sicher. Im Jahr 2021 wurden 16.020 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des OMV Konzerns in Geschäftsethik geschult. Diese Zahl setzt sich aus 9.020 E-Learning-Kursen und 477 Präsenzschulungen bei der OMV und 5.996 CodeOne-E-Learning-Kursen und 527 Präsenzschulungen bei Borealis zusammen. Die Integrity Platform bietet einen anonymen Whistleblower-Mechanismus für OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und externe Stakeholder, wie zum Beispiel Lieferantinnen und Lieferanten. Sie können diese Plattform verwenden, um Probleme im Zusammenhang mit Korruption, Bestechungsgeldern, Interessenkonflikten, Kartellgesetzen oder dem Kapitalmarktrecht zu melden. Im Jahr 2021 wurde der Anwendungsbereich der Integrity Platform erweitert, und die Plattform kann nun auch für Meldungen über wahrgenommene Verstöße in folgenden Rechtsbereichen genutzt werden: öffentliche Auftragsvergabe, Umweltschutz, Produkt- und Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz, Unternehmenssteuervorschriften und Datenschutz. 
 

Die Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffung bedeutet, dass die kologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Waren und Dienstleistungen, die das Unternehmen zu kaufen beabsichtigt, berücksichtigt werden. Der Code of Conduct der OMV stellt sicher, dass Lieferantinnen und Lieferanten die Grundsätze der OMV unterstützen. Beim Management unserer Lieferkette ist es für unser Unternehmen von höchster Bedeutung, sämtliche geltenden gesetzlichen Bestimmungen sowie unsere internen Standards in den Bereichen Sicherheit, Umweltschutz und Menschenrechte vollumfänglich einzuhalten. Die OMV hat einen Prozess eingeführt, der sicherstellt, dass Vertragspartnerinnen und -partner, gegen die von der EU oder internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen Sanktionen verhängt wurden, nicht als Einkaufspartnerinnen bzw. -partner akzeptiert werden.

Zur Minderung der Risiken in der Lieferkette, einschließlich Zwangsarbeit, Sklaverei, Menschenhandel und Korruption, erlegt die OMV ihren Lieferantinnen und Lieferanten die für die OMV geltenden Rechtsvorschriften und internen Regeln auf. Unsere Lieferantinnen und Lieferanten sowie unsere Geschäftspartnerinnen und -partner sind verpflichtet, unseren Code of Conduct zu unterzeichnen und vollständig zu erfüllen. Darüber hinaus müssen unsere Lieferantinnen und Lieferanten die Allgemeinen Einkaufsbedingungen, die unsere Geschäftsstandards (z.B. Arbeitsrechte) näher erläutern, als integralen Bestandteil unserer vertraglichen Vereinbarungen akzeptieren. Die OMV behält sich das Recht vor, die Vertragsbeziehungen zu Lieferantinnen und Lieferanten zu kündigen, wenn Verstöße festgestellt oder nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums adressiert werden.

Die Lieferantenpräqualifikation ist ein Teil der vorvertraglichen Aktivitäten, bei denen die OMV Informationen von potenziellen Lieferantinnen und Lieferanten einholt, um die Einhaltung unserer HSSE- und anderer Nachhaltigkeitsanforderungen zu bewerten. Ziel des Präqualifikationsprozesses ist es, potenzielle Lieferantinnen und Lieferanten zu prüfen – entweder bevor sie unter Vertrag genommen werden oder noch während der Ausschreibungsphase. Damit soll sichergestellt werden, dass nur solche Lieferantinnen und Lieferanten für eine zukünftige Zusammenarbeit infrage kommen, die unsere HSSE- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Im Anschluss an die Präqualifikation wählt die Beschaffung gemeinsam mit anderen Vertreterinnen und Vertretern der OMV im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens die besten Lieferantinnen und Lieferanten auf der Grundlage von zuvor festgelegten wirtschaftlichen, rechtlichen, HSSE-relevanten und technischen Kriterien aus. Im Jahr 2021 begannen wir damit, bei mehreren Pilotprojekten Nachhaltigkeitselemente in die Bewertungsmatrix einzubinden (z.B. technologisch innovative Elemente, CO2 Emissionen und KPIs zur Energieeffizienz).

Die OMV führt Lieferantenaudits im Zuge des Präqualifikationsprozesses und/oder während des Vertragsabschlusses durch. Das Ziel der Audits ist, die Performance unserer Lieferantinnen und Lieferanten zu messen und Maßnahmen zu definieren, die es ihnen ermöglichen, ihre Performance zu optimieren und die Anforderungen der OMV zu erfüllen. Zu den Schwerpunktbereichen der Audits zählen die finanzielle Stabilität unserer Lieferantinnen und Lieferanten, ihre Strategie und Organisation sowie die Nachhaltigkeit der Lieferkette (z.B. Menschenrechte, CO2-Management, Umweltmanagement, Zertifizierungen und soziale Verantwortung). Im Jahr 2021 erweiterten wir unsere Lieferantenaudits um eine neue Dimension, die Cybersicherheit. Darüber hinaus führen wir jährlich spezifische Audits zu Themen wie Prozesssicherheit, Qualität und Effizienz durch.

Im Jahr 2021 trat die OMV der Initiative „Together for Sustainability“ (TfS) bei und weitete die seit 2017 bestehende Mitgliedschaft von Borealis auf die Konzernebene aus. Together for Sustainability, eine gemeinsame Initiative und ein globales Netzwerk von 34 Chemieunternehmen, gibt de facto den globalen Standard für die ESG-Leistung von Lieferketten der chemischen Industrie vor. Das TfS-Programm basiert auf dem UN Global Compact und den Responsible Care®-Grundsätzen.

Die OMV beabsichtigt, auf der Expertise von Borealis aufzubauen und in den kommenden Jahren ein breiteres Spektrum an ESG-Bewertungen unserer Lieferantinnen und Lieferanten abzudecken. Die TfS-Mitgliedschaft wird der OMV dabei helfen, Nachhaltigkeit noch stärker im Tagesgeschäft zu verankern und die Nachhaltigkeitsanforderungen in unserer Lieferkette zu kaskadieren.

Unser Ziel ist es, die CO2-Emissionen der von uns eingekauften Waren und Dienstleistungen kontinuierlich zu kontrollieren und zu verringern. Aus diesem Grund wurde die OMV im Jahr 2021 Mitglied der CDP-SupplyChain-Initiative. Im Rahmen dieser Initiative lud die OMV im Jahr 2021 rund 140 Lieferantinnen und Lieferanten dazu ein, den CDP-Climate-Change-Fragebogen zu beantworten. Zusätzlich zur Berichterstattung über ihre Emissionen fragten wir die Lieferantinnen und Lieferanten, ob sie Ziele zur Verringerung der CO2- Emissionen haben, und baten sie, uns Initiativen oder Projekte zur Verringerung der CO2-Emissionen mitzuteilen, an denen sie uns beteiligen möchten. Insgesamt 63% der im Rahmen der CDP-Supply-Chain-Initiative bewerteten Lieferantinnen und Lieferanten erklärten, dass sie konkrete Klimaziele festgelegt haben.

Menschenrechte sind universelle Werte, die unser Verhalten in allen Aspekten unserer Tätigkeit leiten. Unsere Verantwortung in Bezug auf Menschenrechte umfasst insbesondere Gleichberechtigung und Gleichbehandlung, angemessene Löhne, Arbeitszeiten, Arbeitnehmervertretung, Sicherheit, medizinische Grundversorgung, Arbeitnehmerrechte in der Lieferkette, Bildung, Armutsminderung, Landrechte sowie auf Kenntnis der Sachlage gegründete vorherige Konsultation (Free, Prior, and Informed Consultation). Die OMV respektiert und unterstützt die Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in international anerkannten Abkommen, einschließlich jener der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization; ILO), beschrieben sind. Die OMV hat 2003 den UN Global Compact unterzeichnet und bekennt sich vollumfänglich zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Wir unterstützen die Ziele des UK Modern Slavery Act von 2015 in vollem Umfang und setzen uns dafür ein, unser Geschäft und unsere Lieferkette frei von Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel zu betreiben. Wir betrachten die Menschenrechte als einen wichtigen Aspekt unseres Risikomanagementansatzes und integralen Bestandteil unserer Entscheidungsprozesse. Wir übernehmen die Verantwortung dafür, die Menschenrechte im Zusammenhang mit all unseren geschäftlichen Aktivitäten zu achten, zu erfüllen und zu unterstützen, sowie sicherzustellen, dass wir uns nicht an Menschenrechtsverletzungen im Sinne des derzeitigen internationalen Rechts mitschuldig machen. 

Wir führen Risikobewertungen zum Thema Menschenrechte auf Länderebene durch, um aktuelle und künftige Auswirkungen auf die Menschenrechte und daraus resultierende Risiken, die sich auf die OMV Geschäftstätigkeit im jeweiligen Land auswirken, zu identifizieren und abzuschätzen und die Auswirkungen zu lindern oder zu vermeiden. Mithilfe von E-Learning-Modulen und Präsenzschulungen schulten wir insgesamt 980 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Menschenrechtsfragen (2020: 2.304). Für die Umsetzung unserer Menschenrechtsverpflichtung sind professionelle Schulungen unabdingbar. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2025 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Menschenrechtsfragen zu schulen. Darüber hinaus führten wir interne Kampagnen zur Bewusstseinsbildung durch. Im Jahr 2021 wurden sieben Menschenrechtsbeschwerden gemeldet (2020: 0), die sich auf Aspekte wie Arbeits- und Ruhezeiten sowie auf mutmaßliche Fälle von Mobbing, Belästigung, Verleumdung, unfairer Behandlung und respektlosem Verhalten bezogen.

Die OMV pflegt aktive Partnerschaften mit den lokalen Gemeinden in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, und ist bestrebt, Mehrwert für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Im Rahmen unseres Stakeholder-Dialogs führten wir an allen Betriebsstandorten Community-Beschwerdesysteme ein. Im Jahr 2021 gingen bei der OMV über diese Systeme insgesamt 884 Beschwerden (2020: 812) ein. Alle Beschwerden wurden nach den lokalen Verfahren des Community-Beschwerdemanagements (Community Grievance Management; CGM) der OMV gehandhabt. Unser CGM fordert einen stringenten Ansatz zur systematischen Entgegennahme, Dokumentation, Bearbeitung und Klärung von Beschwerden in allen Ländern, in denen wir tätig sind.

Die OMV wird ihr CGM-System an den Wirksamkeitskriterien der Leitprinzipien der Vereinten Nationen ausrichten. Zur Umsetzung dieses Ziels nehmen wir entsprechende Bewertungen vor. Dazu zählen Überprüfungen der Managementprozesse und Beratungen mit internen und externen Stakeholdern. Die Bewertungen resultieren in Empfehlungen und maßgeschneiderten Aktionsplänen zur Verbesserung des Beschwerdemanagements auf Standortebene. Die Aktionspläne werden vom lokalen Management umgesetzt und von der Konzernzentrale überwacht. Die bereits bewerteten Standorte repräsentieren 99% aller im Jahr 2021 bei der OMV eingegangenen Beschwerden
 

     

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