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Herausforderung Biodiversität

Biodiversität, oder biologische Artenvielfalt, ist die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Zu den wesentlichen Ursachen für den zunehmenden Verlust der weltweiten Biodiversität gehören: die Veränderung, Zerstörung und Verlust von Lebensräumen; Einbringung gebietsfremder Arten, Übernutzung wilder Tiere und Pflanzen, Umweltverschmutzung sowie der globale Klimawandel. Viele Arten stehen, nicht zuletzt durch menschliches Zutun, kurz vor dem Aussterben. Die Weltnaturschutzunion IUCN schätzt, dass von den über 79.000 untersuchten „Rote Liste“ Arten (weltweite Liste bedrohter Arten), mehr als 24.000 als gefährdet eingestuft werden müssen!

Das Bild zeigt ein Europäisches Ziesel, welches auch in den Kernländern der OMV, Österreich und Rumänien, lebt und von der IUCN als gefährdet eingestuft wird. Ziesel-Populationen schrumpfen – in Deutschland und Teilen Kroatiens ist das Ziesel bereits lokal ausgestorben.

Die Öl- und Gas Industrie ist einerseits abhängig von Biodiversität und Ökosystemleistungen, andererseits beeinflusst sie diese aber auch durch ihre Aktivitäten. Als Ökosystemleistungen werden alle Vorteile bezeichnet, die Menschen von der Natur beziehen. Dazu gehören Rohstoffe, wie Wasser und Holz, aber auch regulierende Ökosystemleistungen wie Klima, Wasser- und Luftqualität. Bei Auswirkungen auf die Biodiversität kann zwischen primären und sekundären Auswirkungen unterschieden werden. Primäre Auswirkungen entstehen während eines O&G Projekts durch den Betrieb, z.B. Abholzung bei der Errichtung der nötigen Infrastruktur verbunden mit dem Verlust von Lebensraum und Bodenerosion. Sekundäre Auswirkungen können durch Betriebstätigkeiten ausgelöst werden, treten allerdings zeitlich versetzt und an einem anderen Ort auf. Dazu gehört beispielsweise der Verlust an Vegetation, der zu Bodendegradierung und -bewegungen führt. Dies hat schließlich negative Auswirkungen auf die Wasserqualität und stört Tierarten in Gewässern abseits des Betriebsgebiets.

Die OMV untersucht und bewertet Auswirkungen auf die Biodiversität in Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien (EIAs und ESIAs), wenn auch in geringem Umfang als bei einer umfassenden Studie. Umfassende Biodiversitätsanalysen werden im Rahmen von Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt, wenn die Legislative dies vorsieht. Für Aktivitäten in sensiblen Gebieten (z.B. Naturschutzgebieten oder Gebieten mit hoher Biodiversität) gelten strengere Auflagen. Im Fall einer seismischen Untersuchung der OMV, die in einem Natura 2000 Schutzgebiet in Mistelbach, Österreich, durchgeführt wurde, durfte der Betrieb nur außerhalb der Brutzeit von Vögeln und fern von dichter Vegetation aufgenommen werden.

2014 wurden in der OMV erste umfassende Biodiversitätsanalysen durchgeführt um mögliche Überschneidungen von operativen Bereichen mit Naturschutzgebieten und Lebensräumen bedrohter Tierarten zu identifizieren. Diese Daten dienen als Grundlage für Maßnahmen um notwendige Aktivitäten mit Auswirkungen auf die Biodiversität in Risikogebieten zu managen.