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Innovation, Technologie & Digitalisierung

Innovation & Technology sind in der OMV ein Schlüsselelement zur Umsetzung der Konzernstrategie. Die OMV sucht stets nach innovativen Lösungen zur Optimierung der Betriebsabläufe, bewertet Geschäftsmöglichkeiten und entwickelt neue Geschäftsmodelle. Investitionen in Innovation, Forschung und Entwicklung sowie strategische Partnerschaften tragen entscheidend dazu bei, eine langfristige Perspektive für unser Unternehmen sicherzustellen.

Wie die OMV Innovation, Technologie & Digitalisierung vorantreibt

Die Digitalisierung und Industrie 4.0 ändern die Art, wie wir Geschäfte machen, von Grund auf. Sie eröffnen neue Möglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette – in der Öl- und Gasexploration, der Weiterverarbeitung und dem Verkauf sowie in der Verwaltung, etwa im Finanzwesen und Personalmanagement. Die OMV hat sich das klare Ziel gesetzt, zum digitalen Vorreiter in Schlüsselbereichen zu werden. Die konzernweite digitale Transformation vereint zahlreiche Initiativen in der erweiterten Analyse, Cybersicherheit, Digitalisierung von Prozessen, Automatisierung sowie Konnektivität und Sensorik. Um die digitale Transformation zu fördern, investiert die OMV in eine einheitliche digitale Plattform und integriertes Datenmanagement. Doch digitale Transformation bedeutet weit mehr, als nur Technologien einzuführen und im großen Maßstab anzuwenden: Vielmehr geht um die Menschen in der OMV und die Kultur, die sie leben. Deshalb gehört es zum Wandel automatisch dazu, eine digitale Denkweise zu entwickeln, neue Talente anzulocken und Technologiepartner und Start-ups einzubinden.

  • Eines der Hauptziele der OMV ist die Anwendung neuer Technologien, um die Ausförderung reifer Felder stetig zu verbessern und eine hocheffiziente Exploration und Produktion der Erdöl- und Erdgasfelder zu ermöglichen –  auch und vor allem unter herausfordernden Bedingungen. Unser Schwerpunkt liegt auf verschiedenen Methoden zur Steigerung der Öl- und Gasgewinnung (Increased Oil Recovery, IOR, und Enhanced Oil Recovery, EOR)
  • Um darüber hinaus für unsere Kundinnen und Kunden ein wettbewerbsfähiges und kohlenstoffoptimiertes Portfolio zu entwickeln, erforscht die OMV aktiv neue Energierohstoffe (z.B. die Gewinnung von synthetischem Rohöl aus Kunststoffresten), neue Technologien (z.B. Wasserstoffgewinnung aus erneuerbaren Energien, hydrothermische Verflüssigung oder enzymatische Umwandlung von CO2) und neue Produkte (z.B. Elektrizität, fortschrittliche flüssige und gasförmige Produkte). 
  • Die OMV kooperiert mit führenden internationalen Universitäten (z.B. Universität Cambridge, Stanford Universität, TU Wien, Montanuniversität Leoben, Johannes Kepler Universität Linz, Universität für Bodenkultur Wien etc.) sowie mit internationalen Forschungsinstituten (z.B. Fraunhofer, Forschungszentrum Jülich, Austrian Institute of Technology, Joanneum Graz etc.) und engagiert sich in einem fruchtbaren Austausch mit weltweit führenden Industriepartnern und Forschungsinitiativen. 
  • Am 31. August 2020 wurde das OMV Innovation & Technology Center eröffnet. Auf rund 1.600 m² werden mittels modernster Präsentationstechnik die herausragenden Technolgien von OMV Upstream, die im Weinviertel entwickelt und weltweit angewendet werden, ausgestellt. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Technologiebereiche Geologie & Geophysik, Bohrtechnik, Fördertechnik (Artificial Lift), Smart Oil Recovery, Material & Korrosion, Salzwasseraufbereitung und Nanotechnologie gelegt. Die Digitalisierung ist dabei die verbindende Disziplin und ein wichtiger Baustein aller Technologien. Das OMV Innovation & Technology Center richtet sich an OMV Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, Investoren, OMV Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Universitäten, aber auch Schulen und interessierte Besucherinnen und Besucher.

Das Innovations- & Technologieportfolio der OMV – ausgewählte Projekt-Highlights

Bei der Förderung reifer Felder nimmt die OMV weltweit eine Spitzenposition ein. Während die Förderrate von Rohöl im internationalen Durchschnitt ungefähr 40% beträgt, ist es der OMV gelungen, die Produktionsrate von Erdölquellen auf dem extrem reifen Feld Matzen in Österreich deutlich zu verbessern: Mithilfe von Wasserinjektion konnten wir die endgültige Entölung auf über 55% erhöhen. 2012 hat die OMV außerdem ein Pilotprojekt zur Injektion von viskosem Salzwasser auf dem Feld Matzen in Österreich gestartet. Bis Ende 2017 wurden mithilfe innovativer Methoden insgesamt 200.000 boe zusätzliches Öl gefördert. Ausgehend von diesen positiven Ergebnissen plant die OMV nun ein Rollout auf anderen Feldern. Außerdem testet sie als Teil des Smart Oil Recovery 3.0 Programms eine Verbindung von viskosem Salzwasser und Alkali, um die Entölung weiter zu optimieren. 

Die enge Zusammenarbeit zwischen OMV Fachleuten und externen Forschungsinstituten hat zu beachtlichen Ergebnisse geführt: Unter anderem konnten der Energieverbrauch und die Stillstandszeit von Pferdekopfpumpen messbar verringert werden. 2017 wurden fast 6.500 Bohrlochquellen mit künstlichen Fördersystemantrieben ausgerüstet, was zu deutlichen Einsparungen bei den Betriebskosten geführt hat. In Österreich konnte die Zahl der Eingriffe um 22% – von 190 im Jahr 2015 auf 116 im Jahr 2017 – reduziert werden. Die Betriebsausgaben sanken daraufhin um 20%. Nicht enthalten sind darin die zusätzlich erzielten Kosteneinsparungen, die wir der Tatsache verdanken, dass es weniger Produktionsaufschübe gab.

Die OMV legt besonderen Wert darauf, dass ihre Materialien und Anlagen möglichst lange und verlässlich in Betrieb sind, um so eine sichere, nachhaltige und wirtschaftliche Gewinnung von Kohlenwasserstoffen zu gewährleisten. Die OMV hat deshalb umfassende Programme zum Korrosionsschutz und zur Materialauswahl ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine optimale Leistung und maximale Lebensdauer der Anlagen und Geräte sicherzustellen. Die Ergebnisse sprechen für sich: In den vergangenen 20 Jahren konnten mehr als EUR 450 Mio eingespart werden. Die jüngste Zunahme von schwefelhaltigem (saurem) Öl in unserer Produktion hat allerdings dazu geführt, dass Pipelines und Aufbereitungsanlagen einer größeren Belastung ausgesetzt sind. Die OMV investiert deshalb in neue Technologien, wie etwa nanotechnologische Beschichtungen, um die Materialbeständigkeit und Sicherheit zu erhöhen. Dieser Ansatz wirkt sich zudem positiv auf Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsbelange aus. Die OMV hat auch eine Kunststoffbeschichtung für Rohre entwickelt, das in 16 Ländern patentiert wurde. Dabei handelt es sich um Rohre, in die vernetzte Leitungen aus Polyethylen eingefügt werden, um das Material vor Verschleiß und Korrosion zu schützen.

In der kürzlich gegründeten Nanotechnologie-Abteilung der OMV zielt die Forschung vor allem darauf, die Integrität unserer Anlagen zu erhöhen, die Produktion zu verbessern und die Betriebskosten zu senken. In einem Pilotprojekt in Rumänien waren erste Tests erfolgreich, bei denen es darum ging, die Kosten für den Chemikalieneinsatz zur Vermeidung von Paraffinproblemen zu senken.

Technologien zur Aufbereitung von salzhaltigem Lagerstättenwasser
Bei der Förderung von Erdöl, wird immer ein Gemisch aus Öl und Salzwasser an die Oberfläche gepumpt. Im Laufe vieler Jahre, kann sich der Salzwasseranteil auf über 95% erhöhen. Das bedeutet, dass nur mehr 5% des geförderten Flüssigkeitsgemisches aus Erdöl besteht. Um dennoch gewinnbringend Erdöl produzieren zu können, bedarf es einer effektiven Reinigung des Produktionswassers. Deshalb forscht und implementiert die OMV stets neue umweltfreundliche Technologien um das produzierte Salzwasser noch kostengünstiger reinigen zu können. Diese Art der hocheffizienten Wasseraufbereitung ist die Grundlage für sogenannte „smarte“ Erdölförderung, bei der das gereinigte Salzwasser wieder in das Reservoir reinjiziert wird um weiteres Erdöl zu mobilisieren. Somit schließt die OMV den Salzwasserkreislauf und leistet einen Beitrag zur sauberen Umwelt von morgen.
 

DigitUP:  Transformation in ein digitiales Unternehmen

Mit der Digital Journey hat die OMV ihre Strategie für die digitale Transformation eingeleitet, um ein digitaler Marktführer in der Öl- und Gasindustrie zu werden. Es sollen Digitalisierungsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette erschlossen werden. Die digitale Transformation wird von Schlüsselinitiativen vorangetrieben, die auf drei Säulen aufbauen: Digitalize, Act & Enable – Digitalisieren, Handeln und Aktivieren.

Anwendungsfälle: Strategische Partnscherschaft mit Cognite und Schlumberger