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OMV Klimaziele: Unser Bekenntnis zum Klimaschutz

Die Klimadebatte wirft gerade auch für die OMV einige zentrale Fragen auf. CEO Rainer Seele über OMVs Rolle im Klimaschutz, die neuen CO2-Ziele und konkrete Projekte zur CO2-Reduktion.

Herr Seele, Öl- und Gasunternehmen stehen immer mehr in der Kritik von NGOs und damit auch unter gesellschaftlichem Druck. Was bedeutet die Klimadiskussion für die OMV?

Ich würde es als Weckruf bezeichnen, der uns veranlasst, den Klimawandel aktiver anzugehen. Allerdings muss sich dieser Weckruf an die Gesellschaft insgesamt richten: Wirtschaft, Politik und auch Konsumenten. Denn wir haben diese Verantwortung alle gemeinsam, sonst wird sich nicht viel ändern. Ich halte aber Forderungen nach einem sofortigen Ausstieg aus Öl und Gas für unrealistisch. Das sind wertvolle Rohstoffe, die aus unserem Alltag nicht wegzudenken sind. Wir benötigen sie für Industrie, Mobilität und zur Herstellung lebensnotwendiger Produkte. Allerdings müssen wir gezielter und nachhaltiger mit der Ressource Öl umgehen. Wir alle.

Können Sie dem Engagement der Klimaaktivisten auch etwas Positives abgewinnen?

Natürlich. Das Positive ist, dass mittlerweile eine breite öffentliche Debatte geführt wird, die auch die politischen Agenden erreicht hat. Dementsprechend groß ist auch das Interesse, sich mit Technologien auseinanderzusetzen, die eine rasche Lösung bringen können. Ich bin davon überzeugt, dass für die Klimawende neben dem effizienten Umgang mit knappen Ressourcen vor allem der technologische Wandel nötig sein wird. Leider werden wir zu wenig als Teil der Lösung gesehen: Technologien wie zum Beispiel Carbon Capture and Storage, aber auch Carbon Capture and Utilization, also die Speicherung und Wiederverwertung von CO2, können sofort einen wesentlichen Beitrag leisten. Diese Technologien kommen aus unserer Branche, damit kennen wir uns gut aus. Darauf konzentrieren wir uns, denn das ist unsere Kernkompetenz.

Rasche Lösungen sind das eine – aber werden die langfristig ausreichen?

Natürlich braucht es auch langfristige Ziele. Aber die Dringlichkeit ist inzwischen so groß, dass wir über Aktivitäten reden müssen, die schnell etwas bringen, beispielsweise das Ersetzen von Kohle durch Gas. Das leistet sofort einen erheblichen Beitrag. Zugleich müssen wir die Erforschung und Entwicklung verschiedenster Technologien in Angriff nehmen. Dazu braucht es einen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die Unterstützung von Forschungsaktivitäten sollte technologieoffen sein. Denn für die Probleme des Klimawandels wird es nicht eine Lösung geben, wir werden eine Vielzahl an Ansätzen brauchen.

Wir wollen und werden einen wesentlichen Beitrag zu einer CO2- ärmeren Welt leisten. Unsere Branche ist nicht Gegner des Klimaschutzes, sondern Teil der Lösung.
Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender und CEO, OMV Aktiengesellschaft

Wie sieht der OMV Beitrag zur CO2 Reduktion aus?

Wir setzen mit unseren neuen Klimazielen ein deutliches Zeichen für eine CO2-ärmere Zukunft. Die OMV verfolgt die Ambition, alle Anlagen bis spätestens 2050 klimaneutral zu machen, also die Scope 1 und Scope 2 Emissionen auf netto-null zu bringen. Auf dem Weg dorthin haben wir uns ein klares und konkretes Zwischenziel gesetzt: Bis 2025 werden wir die CO2-Intensität unserer Anlagen um mindestens 30 Prozent gegenüber 2010 senken. Das werden wir in erster Linie durch Energieeffizienzmaßnahmen, aber beispielsweise auch durch die Nutzung von Solarstrom für den Eigenbedarf erreichen. Andere Technologien, wie zum Beispiel die Nutzung von Wasserstoff oder die Speicherung und Weiterverarbeitung von CO2, brauchen noch einiges an Entwicklungsarbeit bzw. die entsprechenden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, bis sie eingesetzt werden können.

Der viel größere Teil sind aber Scope 3 Emissionen, also jene die bei der Verwendung von zum Beispiel Benzin oder Diesel entstehen. Wie schaut es hier mit konkreten Zielen aus?

Die Scope 3 Emissionen zu reduzieren ist eindeutig der komplexere und damit schwierigere Teil, weil wir diesen nicht selbst direkt beeinflussen können. Hier braucht es die Zusammenarbeit von Politik, Industrie und Endkunden. Der OMV Beitrag ist es, unser Produktportfolio zu verändern. Das betrifft den Energiebereich ebenso wie die Wertschöpfungskette Chemie. Mit unserem Investment in den Kunststoffhersteller Borealis investieren wir 4,6 Milliarden Euro in die Klimazukunft - weg von Treibstoffen hin zu hochwertigen Kunststoffen, die CO2 länger binden. Diese Kunststoffe sind übrigens auch wichtig für die Energiewende, weil sie beispielsweise für die Herstellung von Elektroautos, Hochspannungs-Kabelsystemen oder Solarpanelen nötig sind. Aber auch die Corona-Pandemie hat uns die Bedeutung von hochwertigen Kunststoffen vor Augen geführt, etwa durch den enorm hohen Bedarf an Schutzmasken und Verpackungsmaterialien. Insgesamt werden wir in Zukunft verstärkt auf CO2-arme bzw. CO2-freie Produkte setzen - bis 2025 soll ihr Anteil mindestens 60 % sein.

Was bedeutet das im Energiebereich?

Wir werden in unserer Produktion den Anteil von Erdgas gegenüber Erdöl weiter erhöhen, weil Erdgas klimafreundlicher ist. Das Öl das wir weiterhin produzieren, werden wir weniger verbrennen und mehr veredeln. D.h. wir werden es verstärkt zu petrochemischen Grundstoffen weiterverarbeiten, also zum Beispiel zu Kunststoffen. Am Ende ihrer Lebensdauer können sie als Altkunststoffe mit unserem ReOil Verfahren wieder zu synthetischem Rohöl verarbeitet und so einer Kreislauflösung zugeführt werden. Gemeinsam mit Borealis wollen wir eines der führenden Unternehmen im Kunststoff-Recycling werden. Und schlussendlich werden wir an unseren Tankstellen alternative Kraftstoffe, wie Gas, Wasserstoff oder Strom weiter ausbauen und den Bioanteil in unseren Kraftstoffen sukzessive steigern.

Und wie sieht die OMV im Jahr 2050 für Rainer Seele aus?

Wir wollen und werden einen wesentlichen Beitrag zu einer CO2- ärmeren Welt leisten. Unsere Branche ist nicht Gegner des Klimaschutzes, sondern Teil der Lösung. Aber die OMV muss wirtschaftlich nachhaltig agieren, damit sie den Wirtschaftsstandort stärken, Arbeitsplätze sichern und Eigentümerinteressen erfüllen kann. Das bedeutet, dass wir unser Geschäftsmodell Schritt für Schritt nachhaltig weiterentwickeln müssen. Die OMV wird als Energie hauptsächlich Erdgas anbieten, den wertvollen Rohstoff Öl vorwiegend zu hochwertigen chemischen Produkten veredeln und gemeinsam mit der Borealis global eines der führenden Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft sein. Die ersten Schritte in diese Richtung haben wir bereits gesetzt.

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