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Geothermie - Energie aus der Tiefe

Lesezeit: 3 min

Wie können wir den weltweit steigenden Energiebedarf decken und gleichzeitig CO2 reduzieren? Eine vielversprechende Technologie ist Geothermie, mit der wir die natürliche Wärme der Erde als saubere Energiequelle nutzen. Wie, wo und wann das funktioniert, erzählen uns Nina Romich und Philipp Strauss

„Unter Geothermie versteht man die Nutzung der in der Erdkruste gespeicherten Wärme“, erklärt Philipp Strauss, Explorationsgeologe bei der OMV. „Die Temperatur der Erde nimmt mit der Tiefe um etwa 3 Grad Celcius pro 100 Meter zu. Dadurch ist das Wasser in mehreren tausend Metern über 100 Grad Celsius heiß. Und das bedeutet jede Menge umweltfreundliche thermische Energie, die uns zur Verfügung steht.“ Aber wie bekommt man die Wärme aus dem Boden und wie kann man sie nutzen?

So funktioniert’s:

„Geothermische Bohrungen sind vergleichbar mit Bohrungen nach Öl oder Gas. Eine geothermische Dublette besteht aus zwei Sonden, einem ‚Produzenten‘ und einem ‚Injektor‘“, erklärt Nina Romich, Projektentwicklerin bei der OMV im Bereich Low Carbon Business. Der Produzent fördert heißes Lagerstättenwasser an die Erdoberfläche, über einen Wärmetauscher wird die thermische Energie auf eine zweite Flüssigkeit übertragen. „Nach der Wärmeübertragung wird das Lagerstättenwasser mit dem Injektor wieder in die Erde zurückgepumpt, um den Druck in der Lagerstätte aufrechtzuerhalten“, erklärt Nina Romich. „Das Lagerstättenwasser bleibt so immer in einem geschlossenen Kreislauf. Es ist seit tausenden Jahren in der Lagerstätte gespeichert und sehr salzhaltig.“, stellt sie klar. 

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Für Geothermieprojekte können wir auf unsere jahrzehntelange Expertise zurückgreifen: Wir wissen, wie man Lagerstätten findet und diese wirtschaftlich entwickelt – und wir haben die nötige Infrastruktur für eine langfristige Nutzung.
Philipp Strauss, Explorationsgeologe Low Carbon Business, OMV Exploration & Production

Und wie findet man das heiße Wasser unter der Erde?

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Bei der Geothermie ist es wie bei Öl und Gas, wir suchen eigentlich nicht direkt danach, sondern wir suchen nach Lagerstätten und nach bestimmten Gesteinen“, erläutert Philipp Strauss. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: „Als erstes wird zu einer Region eine geologische Studie erstellt, auf Basis aller bereits vorhandenen Daten. Aber wir gehen auch ins Feld, entnehmen Proben und analysieren die Gegebenheiten vor Ort.“ Danach folgen seismologische Untersuchungen und Probebohrungen. Je nach Region findet man das heiße Wasser in etwa 3.000 bis 4.000 Metern Tiefe. Zum Vergleich: Öl und Gas im Wiener Becken wird oft bereits aus 1.000 bis 1.500 Metern Tiefe gefördert.

Was tun mit der thermischen Energie?

Die geothermische Energie kann beispielsweise zur Stromerzeugung mittels Dampfturbine eingesetzt werden. „Wirtschaftlich ist dies momentan nur umsetzbar, wenn das geförderte Lagerstättenwasser außerordentlich hohe Temperaturen erreicht in Ländern wie Island, Neuseeland oder Italien. Im Wiener Becken beispielswiese, kommen wir auf eine niedrigere Oberflächentemperatur, hier ginge viel Wirkungsgrad verloren,“ erklärt Nina.

Die geothermischen Bedingungen im Wiener Becken eignen sich allerdings sehr gut für den Einsatz als direkter Wärmeträger für Fernwärme. „Dazu braucht es die passende Infrastruktur – also ein Fernwärmenetz oder einen industriellen Abnehmer wie eine Fabrik - in unmittelbarer Nähe des Bohrplatzes, denn Wärme kann man weder über längere Zeit speichern noch über lange Strecken transportieren“, sagt Nina Romich. „Zum Vergleich: Strom kann ich sofort ins Netz einspeisen, eine Stromleitung gibt es nahezu überall. Das ist bei der Fernwärme schwieriger, denn die Netze sind nicht so großflächig entwickelt -  und das muss bei der Standortsuche für geothermische Projekte mitgedacht werden“, erklärt Philipp Strauss.

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Geothermie kann einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung im großen Stil leisten und ist in der OMV Strategie 2030 fest verankert. Deshalb evaluieren wir das Potenzial zur Umsetzung von Geothermie-Projekten.
Nina Romich, Projektentwicklerin Low Carbon Business, OMV Exploration & Production

Geothermie hat Potenzial

„Die industrielle Anwendung der Geothermie hat heute noch einen sehr frühen Entwicklungsstand“, erläutert Philipp Strauss. „Es gibt großes Potenzial, etwa bei der Frage, wie man Wärmetauscher im industriellen Maßstab baut oder ob eine Stromerzeugung auch bei niedrigen Temperaturen umsetzbar ist. In den nächsten Jahren wird sich hier viel tun“, sagt er. 

Die OMV hat die Geothermie in die neue Strategie aufgenommen: Bis 2030 sollen bis zu 9 TWh Energie pro Jahr aus geothermischen Anwendungen produziert werden und einen weiteren wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten. „Neben dem Wiener Becken evaluieren wir das geothermische Potenzial auch in vielen anderen Regionen“, sagt Nina Romich abschließend.

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